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Kreis Landsberg

16.02.2016

Anzeichen verdichten sich: Leiche ist vermutlich die vermisste Frau

Leichenfund bei Pitzling. Dass es sich bei der gefundenen Person um die vermisste Fuchstalerin handelt, wird wahrscheinlicher.
Bild: Thorsten Jordan

Spaziergänger haben am Sonntag bei Pitzling (Kreis Landsberg) eine Leiche entdeckt. Die Anzeichen verdichten sich, dass es sich um die vermisste 69-Jährige handelt.

Spaziergänger entdeckten am Sonntagvormittag südlich von Pitzling im Uferbereich einen leblosen Körper im Wasser. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr bargen die Leiche. Laut Polizei handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die seit vier Wochen vermisste 69-jährige Frau aus dem südlichen Landkreis. Die Anzeichen haben sich nun verdichtet, denn laut Polizei wurden bei der Leiche persönliche Gegenstände der Frau gefunden. Dennoch gibt es noch keine Bestätigung: Der DNA-Abgleich läuft derzeit noch. Gegen Ende der Woche könnten die Beamten dann Gewissheit haben. Der Fall hatte den Ermittlern einige Rätsel aufgegeben. Denn auch der Ehemann der Frau ist tot.

Am Montag wollte die Polizei eigentlich den Bereich am Lech bei Mundraching mit Leichenspürhunden absuchen. Dorthin führte vor einigen Wochen die letzte Spur der 69-Jährigen. Wie mehrfach berichtet, kam der Fall Mitte, Ende Januar an die Öffentlichkeit. Bereits am 17. Januar war die Frau laut Polizei als vermisst gemeldet worden. Sie war damals an ihrer Arbeitsstelle in Landsberg abgängig. Wenige Tage später entdeckten Ermittler den 74-jährigen Ehemann der Frau in der gemeinsamen Wohnung tot im Bett. Der Mann sei schwer krank gewesen und im Haus habe es Anhaltspunkte dafür gegeben, dass sich das Ehepaar das Leben nehmen wollte, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidium im Januar mit.

Spaziergänger finden Leiche am Lechufer

Mit einem Hubschrauber, Booten, Tauchern und Sonargeräten wurde mehrfach nach der Frau gesucht. Polizeibeamte durchkämmten die Uferbereiche am Lech bei Mundraching. Dort war das Auto der Frau entdeckt worden. Bereits damals hatten die Fahnder nur noch wenig Hoffnung, die Frau lebend zu finden. Ganz gezielt wurden Stellen im Lech untersucht. Die Kriminalpolizei hatte bereits damals den starken Verdacht, dass die Frau oberhalb der Staustufe 13 ins Wasser gegangen war, weil Spürhunde die Fußspuren der Frau vom Auto bis zum Ufer verfolgen konnten.

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Kurz nach 11 Uhr setzten am Sonntag  Spaziergänger im Süden von Pitzling den Notruf ab, nachdem sie eine Frauenleiche im Uferbereich entdeckt hatten. Der Körper wurde von Rettungskräften aus dem Wasser geborgen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um die 69-Jährige handelt. Der Leichnam ist offenbar eine Staustufe lechabwärts bis nach Pitzling getrieben worden. Die genaue Identität und die Todesursache sollen per Obduktion geklärt werden.

Handelt es sich um einen gemeinsamen Suizid?

Handelt es sich in diesem Fall um einen gemeinsamen, zeitlich versetzten Suizid? Ob der 74-jährige Ehemann der Frau, der am 21. Januar tot aufgefunden wurde, eines natürlichen Todes gestorben ist, Gift eingenommen hat oder ein Fremdverschulden vorliegt, ist offen. Die Gerichtsmedizinerin hatte bei der Untersuchung der Leiche des Mannes den für Zyankali typischen Mandelgeruch festgestellt. Dies hatte vergangene Woche ein Sprecher der Kripo Fürstenfeldbruck auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt. Denn bei den Ermittlungen im Umfeld des Paares hatten die Beamten explizit danach gefragt, ob jemand wüsste, wie die Eheleute in den Besitz von Zyankali hätten kommen können.

Ob tatsächlich eine Vergiftung bei dem 74-Jährigen vorlag oder nicht, darüber kann erst eine toxikologische Untersuchung Aufschluss geben. Deren Ergebnis soll jedoch erst in einigen Wochen vorliegen.

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