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Landwirtschaft

20.02.2015

Appell der Milchviehhalter

Die Milchviehhalter fordern ein Sicherheitsnetz für den Milchmarkt.
Bild: dpa

BDM fordert Politik mit Zukunft

Es sind harte Worte, die die Milchviehhalter an die Politik richten: In einem „Milchviehhalter-Appell“ fordert der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) eine „Milchmarktpolitik mit Zukunft“, bei der nicht die Landwirte allein das Risiko tragen sollen.

Weiterhin heißt es in dem Appell, den auch der Kreisverband um den Vorsitzenden Hermann Dempfle unterstützt, dass seit September 2013 die Preise für Milchprodukte zum Teil um 50 Prozent zurückgegangen seien. Das werde für die Milchviehhalter „EU-weit massive Wertschöpfungsverluste bringen“. Die Landwirte rechnen vor: Von Januar 2014 bis Januar 2015 sei der Milchpreis von 41 auf 32 Cent gesunken. Bei einer Produktionsmenge von 100 Millionen Liter Milch würde das im Landkreis einen Wertschöpfungsverlust von etwa neun Millionen Euro ergeben.

Zu dieser Entwicklung, so der BDM weiter, hätten einerseits Fehleinschätzungen auf politischer Ebene geführt, andererseits auch „die gebetsmühlenartigen Aufforderungen an die Milchviehhalter, ihre Milchproduktion doch auszuweiten, weil der Markt für jede Menge aufnahmebereit sei“.

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Unter der Prämisse „Globale Milchströme – Chancen nutzen, Risiken minimieren“ habe der BDM auf eine Forderung der Politik hin das Konzept „Milchmarkt-Krisenmanagement“ entwickelt und zur Diskussion gestellt. Damit sei es, so die Milchviehhalter, möglich, bei starken Marktverwerfungen zeitlich befristet Einfluss auf die Milchproduktion zu nehmen.

Einige Beschlüsse, die das unterstützen, habe es bereits auf politischer Ebene gegeben. Die Umsetzung schreitet nach Meinung des BDM allerdings nicht voran oder werde sogar behindert. Im „Milchviehhalter-Appell“ unterstreicht der Verband deshalb seine Forderung nach einem „wirkungsvollen Sicherheitsnetz“ für den Milchmarkt. Auf ländlicher Ebene fordern die Milchviehhalter von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt außerdem die Einrichtung eines runden Tisches zur „Zukunft für die wirtschaftliche Milchviehhaltung“.

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