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Utting/München

28.09.2016

Arzt und großer Erzähler

Der Arzt und Schriftsteller Mathias Schröder wird am Mittwoch 75 Jahre. 

Der früher in Utting lebende Autor Mathias Schröder feiert heute seinen 75. Geburtstag – mit einem neuen „Krähenbaum“.

Der Krähenbaum, Linda, Der Sturz des Seiltänzers, Der Weg nach Lampedusa: Durch diese und andere Werke kennt man den Schriftsteller und Arzt Dr. Mathias Schröder, der am Mittwoch seinen 75. Geburtstag feiert. 13 Jahre, von 1997 bis 2010, lebte er in Utting. An den Ammersee kommt er immer noch regelmäßig. Denn hier sitzt sein Verlag, die edition Rester. Verleger Franz Rester macht dem Jubilar nun zum Geburtstag eine besondere Freude: Er bringt Mathias Schröders international bekannten Roman „Der Krähenbaum“ in einer komplett vom Autor redigierten Neufassung als Hardcover auf den Markt. Es ist die 5. Auflage des Buches. Schon einige Tage vor dem Geburtstag brachte Franz Rester dem Autor ein frisch gedrucktes Exemplar. „Es ist fantastisch, eine Prachtausgabe, der beste Krähenbaum, den es je gab“, freut sich Schröder.

„Der Krähenbaum“ ist Mathias Schröders bekanntestes und erfolgreichstes Werk; 1997 verfilmte es Frank Guthke für das ZDF, der Film wurde in vielen Ländern ausgestrahlt. Es ist ein erschütternder, sprachlich faszinierender Roman in der Tradition der großen Erzähler der Weltliteratur. Thema ist der christlich-humane Widerstand einer deutschen Familie in den Kriegsjahren 1941 bis 1944 gegen die Terrorherrschaft des Faschismus. Der Autor Mathias Schröder erzählt aus der Sicht von Kindern, die unschuldige Opfer dieses Krieges sind. Für den „Krähenbaum“ erhielt Schröder den Bayerischen Staatsförderpreis für Literatur und den Literaturpreis der Landeshauptstadt München.

Mathias Schröder blickt auf ein Leben zurück, das reichlich Stoff für einen Roman böte. 1941 in Kassel geboren, studierte er Medizin in Paris, Marburg und Saarbrücken. 1967 schloss er das Studium ab, arbeitete als Arzt in Homburg/Saar. Schröder war auch Stipendiat an der University of Southern California im Fachbereich Nuklearmedizin. Als Arzt sammelte er Auslandserfahrungen in Frankreich, Spanien und Mexiko, war Schiffsarzt auf der MS Bohème in der Karibik. Von 1971 bis 2001 arbeitete er als Allgemeinarzt in eigener Praxis in München, bevor er zwei Jahre nach Kamerun ging. Seit 2011 lebt er „aus Infrastrukturgründen“, wie er sagt, mit seiner Frau wieder in München.

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Mathias Schröder hat auch mit 75 Jahren noch viel vor: Er will seine intensiven Träume, die er seit 1981 aufgezeichnet hat, als „Tag- und Nachtbücher“ zu Papier bringen. „Träume sind die Sprache Gottes“, zitiert Schröder den Philosophen C.G. Jung, im Sinne Jungs will Schröder sie „als Porträt meiner Welt“ aufarbeiten. Zudem ist der Autor in Verhandlungen mit einem holländischen Verleger, der an seinem Gesamtwerk interessiert ist. „Es sieht ganz so aus, dass mein Roman ‚Linda’ im kommenden Jahr in Holland veröffentlicht wird.“

Weitere Werke aus der Feder von Mathias Schröder sind „Sinai“, „Marin“, „Liebe“, „Mein Afrika“, „Linda“, „Stirbst du nicht, dann lebst du nicht“, „Gegen den Strom“. Schröder schreibt neben Romanen auch Drehbücher, Essays und Gedichte.

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