Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Attraktiveres Betreuungsangebot für Schulkinder

Schule

18.03.2015

Attraktiveres Betreuungsangebot für Schulkinder

Einen Vorschlag, wie eine erweiterte Mittagsbetreuung mit Hausaufgabenbetreuung und eine Ferienbetreuung aussehen könnte, hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung nun der Kinder- und Jugendförderverein „Wigwam“ gemacht.
Bild: Matthias Becker

Der Verein Wigwam zeigt, wie eine erweiterte Mittags- und Ferienbetreuung in Vilgertshofen aussehen könnte

Dass das Betreuungsangebot für Schulkinder in der Issinger Grundschule attraktiver werden muss, darüber ist sich der Vilgertshofer Gemeinderat einig. Über das „wie“ wird in der nächsten Zeit zu reden sein. Einen Vorschlag, wie eine erweiterte Mittagsbetreuung mit Hausaufgabenbetreuung und eine Ferienbetreuung aussehen könnte, hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung nun der Kinder- und Jugendförderverein „Wigwam“ gemacht. Constanze Kastenhuber, die Vorsitzende des Vereins, stellte das Konzept vor, das unter anderem vorsieht, die Betreuungszeiten für Schulkinder auf 17 Uhr, angepasst an die Kindergartenzeiten, auszuweiten.

Der vor 16 Jahren gegründet Verein Wigwam hat die Mittagsbetreuung an der Schule in Issing eingerichtet. Auch die Gemeinde Vilgertshofen hält ein Angebot für Kinderbetreuung mit ganztägigem Kindergarten, Hausaufgabenbetreuung im Anschluss an die Mittagsbetreuung und einer Kinderkrippe bereit.

Hier sieht Kastenhuber auch schon eines der Probleme, die es in Vilgertshofen zu lösen gilt. „Es ist einfach unpraktisch, dass Eltern zwei verschiedene Ansprechpartner haben, wenn es um Betreuung ihrer Kinder nach dem Unterricht geht“, richtet sie ihren Apell an den Rat, die Betreuungsangebote künftig in einen Zuständigkeitsbereich zu legen.

Auch darüber, wie ein attraktives Betreuungsangebot aussehen könne, habe sich die Planungsgruppe, bestehend aus Vereinsmitgliedern und Eltern, intensiv Gedanken gemacht.

Vor allem die Tatsache, dass es in umliegenden Gemeinden solche Angebote gebe, erfordere Handlungsbedarf, um etwaige Gastschul-Anträge zu verhindern. „Eltern wählen die Schule ihrer Kinder immer öfter nach den Betreuungsangeboten“, so Kastenhuber. Das vorgelegte Konzept sieht wie folgt aus: Betreuungszeit mit Mittagessen, Spiel- und Erholungsmöglichkeit ab 11.20 Uhr mit flexiblen Gehzeiten bis 14 Uhr, anschließend eine Hausaufgabenbetreuung ohne Abholzeit, um den Kindern die notwendige Ruhe garantieren zu können und schließlich von 16 bis 17 Uhr Zeiten für Spiel und Bewegung.

Entsprechend diesen Überlegungen soll auch das Raumangebot auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt werden.

In der Schule in Issing gibt es bereits Räumlichkeiten für die Mittags- und die Hausaufgabenbetreuung, die auch weiter genutzt werden sollten. Das Konzept sieht eine Erweiterung von derzeit rund 70 Quadratmeter auf dann 100 Quadratmeter vor, so dass es einen Ess-Bereich, einen Spiel-Bereich und einen Bereich für die Hausaufgabenbetreuung geben könne.

„Optimal wäre eine Versetzung der Holztrennwand zwischen der derzeitigen Aula und dem derzeitigen Mittagsbetreuungsraum“, erläutert Ralf Schwarz, ebenfalls Mitglied der Planungsgruppe, der die Umbaukosten mit 28000 bis 32700 Euro beziffert.

Ganz so einfach, wie sich der Verein die räumliche Erweiterung vorstellt, sei das aber nicht, betonte Gemeinderat und Architekt Klaus Pilz. „Dadurch, dass hier in Bereichen der Schule eine Nutzungsänderung stattfinden würde, müsse der komplette Brandschutz überprüft werden, was teuer werden könne.“ Gleichzeitig betonte Pilz, dass er grundsätzlich das Konzept der attraktiveren Betreuungsangebote begrüße.

Anregungen aus dem Rat, sich in der Schule auf die Suche nach alternativen Räumlichkeiten zu machen, lehnte die Schulleiterin, Gabriele Falkner, die sich unter den Zuhörern befand, rigoros ab. „Wir haben keine Klassenzimmer mehr übrig“, so die Schulleiterin. „Wir haben ja schon welche an den Kindergarten abgegeben.“

Der Gemeinderat hat jetzt die Verwaltung und Bürgermeister Albert Thurner damit beauftragt, sich mit den rechtlichen und baulichen Fragen für ein erweitertes Betreuungsangebot für Schulkinder in der Gemeinde Vilgertshofen auseinander zu setzen.

Mit wem ein eventueller Kooperationsvertrag geschlossen werden müsse - Schulverband oder Gemeinde - durch den zum beispielsweise dem Verein eventuelle Verluste ausgeglichen würden, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren