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Sportschützen

03.06.2016

Auch Monika Karsch aus Rott löst das Ticket für Rio

Monika Karsch aus Rott hat sich für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert.
Bild: Eckhard Frerichs/DSB

Die Sportlerin, die mittlerweile in Regensburg lebt, ist bei den Olympischen Spielen dabei. Sie geht mit Sport- und Luftpistole auf Medaillenjagd.

Das Double in Rio de Janeiro dürfte für die beiden Spitzenschützen aus dem Landkreis perfekt sein. Nach Michael Janker aus Hagenheim/FSG Dießen hat der deutsche Schützenbund dem Olympischen Sportbund nun auch Monika Karsch zur Nominierung für die Olympischen Sommerspiele vorgeschlagen. Die gebürtige Rotterin soll dort mit der Sportpistole und der Luftpistole um Medaillen kämpfen.

Möglich wurde die Nominierung durch einen sogenannten Quotenplatztausch innerhalb des DSB. Da bei den Gewehr-Wettbewerben der Damen und Herren jeweils ein Doppelstarter in Brasilien ins Rennen geht, konnten zwei Quotenplätze an andere Disziplinen vergeben werden. Der Internationale Schützenverband hat dem Antrag des DSB bereits zugestimmt.

Dass die Wahl des deutschen Schützenbundes dann auch auf Monika Karsch fiel, hat diese mit ihren erfolgreichen internationalen Auftritten bei den ersten Europaspielen in Aserbeidschan, beim vorolympischen Weltcup in Rio und beim Grand Prix in Pilsen zu verdanken. Zudem ist sie doppelt einsetzbar.

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Dies hat die 33-jährige Sportsoldatin jüngst auch beim Weltcup in Hochbrück wieder bewiesen. Nach einem durchwachsenen Auftritt in ihrer Spezialdisziplin Sportpistole legte sie sich mit der Luftpistole mächtig ins Zeug. Mit ausgezeichneten 384 Ringen im Vorkampf verfehlte sie auf Rang elf das Finale nur um einen einzigen Ring.

Monika Karsch wohnt seit Jahren mit ihrer Familie in Regensburg, bleibt aber ihrem Heimatort Rott stets verbunden. So tritt sie auch in dieser Saison bei den Meisterschaften mit der Luftpistole für die Hubertusschützen an den Stand.

Nichts wurde es mit einem Doppelstart bei Olympia für Michael Janker. Der Hagenheimer hatte bei der Vorausscheidung (Elimination) im Dreistellungskampf Kleinkaliber in Hochbrück das vierbeste Ergebnis (1177) aller Bewerber und die höchste Ringzahl der deutschen Bewerber erzielt. Doch am Finaltag lief bei der Qualifikation besonders im Stehend-Anschlag nicht viel zusammen. 1166 Ringe reichten in dem Weltklassefeld nur zu Platz 45. Und im verbandsinternen Wettkampf musste Janker seinem Teamkameraden Andre Link den Startplatz in Rio überlassen. Dem ist die Teilnahme sehr zu gönnen, denn ihm kostete in Hochbrück beim allerletzten Schuss aufgrund eines offensichtlichen Fehlers eine Fahrkarte (1,4 Ringe) der eigentlich schon sichere Einzug ins Weltcupfinale.

Jedes Ding hat bekanntlich zwei Seiten – auch für Michael Janker. Jetzt kann er sich bei der Vorbereitung für Olympia ganz auf seinen Wettkampf mit dem Luftgewehr konzentrieren. Zunächst ist für beide Spitzenschützen aus unserem Bereich die ziemlich sichere Nominierung für Rio allein schon eine Zwischenfeier wert.

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