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11.01.2015

Auch der Bürgermeister kriegt was ab

Erfolgreiche Dießener Sportler (von rechts) waren im abgelaufenen Jahr unter anderen Manfred Becherer, Jürgen Schüppel, Claudia Bregulla-Linke, Franz Sanktjohanser, Reinhold Domes, Fritz Aigner, Claudia Huber, Martin Mayer, Steffi Böhm, Jakob Stainer, Michael Janker, Franz Keller, Dieter Böhm, links im Bild Zweiter Büprgermeister Peter Fastl.
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Erfolgreiche Dießener Sportler (von rechts) waren im abgelaufenen Jahr unter anderen Manfred Becherer, Jürgen Schüppel, Claudia Bregulla-Linke, Franz Sanktjohanser, Reinhold Domes, Fritz Aigner, Claudia Huber, Martin Mayer, Steffi Böhm, Jakob Stainer, Michael Janker, Franz Keller, Dieter Böhm, links im Bild Zweiter Büprgermeister Peter Fastl.
Bild: Gerald Modlinger

Dieses Mal wird im Dießener Traidtcasten auch Rathauschef Herbert Kirsch geehrt

Der Dießener Neujahrsempfang ist auch heuer wieder das erste große gesellschaftliche Ereignis im Jahr gewesen. Einige hundert Vertreter des öffentlichen Lebens versammelten sich dazu im Traidtcasten. Darunter waren etliche erfolgreiche Sportler und langjährig ehrenamtlich Tätige, die mit Geschenken und Medaillen geehrt wurden. Unter den Geehrten war dieses Mal auch der Gastgeber, Bürgermeister Herbert Kirsch, selbst.

Somit wich der 19. Neujahrsempfang in Dießen etwas vom üblichen Ablauf ab: Landrat Thomas Eichinger war gekommen, und zwar nicht nur um vom Bürgermeister bestätigt zu bekommen, dass mit fast zwei Wochen Verspätung nun auch die letzten Gelben Tonnen in Dießen geleert worden sind. Der Kreischef überreichte dem Gemeindeoberhaupt auch die vom Innenminister verliehene kommunale Verdienstmedaille in Bronze mit Anstecknadel. 18 Jahre ist Kirsch inzwischen Bürgermeister der Marktgemeinde, seit 17 Jahren ist er im Kreistag. Der Landrat konnte vor diesem Hintergrund eine lange Liste von Vorhaben und Neuerungen vortragen, die in dieser Zeit in der Marktgemeinde verwirklicht worden sind. Diese reichte von millionenschweren Infrastrukturmaßnahmen bis hin zu kulturellen und gesellschaftlichen Akzenten. Dazu gehören beispielsweise auch die kommunalen Partnerschaften mit Windermere in Großbritannien (1997) und Lomnice in Tschechien (2007).

Diese Partnerschaften hatten zuvor auch Kirschs Blick weit über den Umbau von Bahnhof und Mühlstraße hinaus gelenkt. Deutschland lebe gut in der europäischen Partnerschaft betonte er, „und das sollten wir uns nicht nehmen lassen von Extremisten und Fundamentalisten“. Dießen selber, so Kirsch weiter, sei „immer ein weltoffener Ort gewesen“.

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Den Bürgermeister freute in diesem Zusammenhang besonders, dass auch Bayern und Tschechien in jüngster zeit aufeinander zugegangen seien und zollte dafür Ministerpräsident Horst Seehofer seinen „Respekt“. Am Donnerstag, erzählte Kirsch, sei er als Vertreter einer Gemeinde, die eine Partnerschaft mit einer tschechischen Kommune pflegt, beim Neujahrsempfang in der neuen bayerischen Repräsentanz in Prag gewesen. Dießen hat man dort übrigens auch im Blick: Auf einer von dem Dießener Maler Alexander Koester (1864-1932) gemalten Ammersee-Szenerie, wie die Staatsministerin Beate Merk dem Bürgermeister zeigte.

Nach der großen Übersicht war dann der Blick wieder auf das örtliche Geschehen gerichtet: Kirsch bat zunächst etliche Sportler aus Dießener Vereinen auf die Bühne, die im vergangenen Jahr wieder außergewöhnliche sportliche Leistungen erbracht hatten. Deren Titel hatten sich – was sich an den Namen der Geehrten ablesen ließ – nahtlos an frühere Erfolge angeschlossen. Die stärkste Riege stellten wieder einmal die Schützen, die auf oberbayerischer und bayerischer Ebene einige Preise nach Dießen gebracht hatten. Das Publikum erfuhr dabei unter anderem, wie die besten der besten Schießsportler (also diejenigen, die immer zehn Ringe erzielen) ermittelt werden. Mit der Triathletin Claudia Bregulla-Linke erörterte Kirsch die Feinheiten von Disziplinen wie Speedskating und Teamverfolgung und dass ein Cross-Triathlon bisweilen zur Schlammschlacht werden kann.

Etwas weniger Zuwachs als in den Vorjahren hat die Gruppe der Bürgermedaillenträger in Dießen bekommen. Viermal wurde sie beim Neujahrsempfang in Bronze und dreimal in Silber vergeben. „Sie machen sich stark für ihren Ort und tragen dazu bei, dass sich die Menschen in Dießen wohlfühlen“, sagte Kirsch an die Geehrten gewandt und verband dies mit dem Appell an alle: „Engagieren sie sich für die Gemeinde, sie ist es wert.“

Nachdem Kirsch noch dem Münsterchor für seine musikalische Begleitung des Abends gedankt und die Damen, die ehrenamtlich die Schnittchen fürs Buffet zubereiteten, zur Bühne gebeten hatte, gab es kein Halten mehr: Im Nu bildeten sich lange Schlangen am Getränkeausschank und an den Platten mit den feinen Häppchen – und der Abend setzte sich mit einem ausgiebigen geselligen Teil fort.

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