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Tradition

23.03.2015

Auf Wolke 7

Die drei Engel auf Wolke 7 (von links): Birgit Unterlandstetter, Andrea Lanzinger und Tanja Walch.
Bild: Hertha Grabmaier

Starkbierfest in Prittriching

Mit flotter Marschmusik aus Bayern und Böhmen sorgte die kleine Besetzung der Blaskapelle beim traditionellen Starkbierabend für ausgelassene Stimmung bei den überwiegend jungen Leuten, die, gewandet in Dirndl und lederne Hosen, die Veranstaltungshalle des Turnvereins füllten. Georg Meurer begrüßte die Gäste und versprach die ganz große Überraschung, die einer Stunde beschwingter Blasmusik folgen sollte. Bei Kathrin Weber bedankte er sich für die großartige Organisation der gesamten Veranstaltung. Im Duett mit Barbara König offenbarte er seine bewährten Sangeskünste.

„Stolz und zufrieden könnt ihr sein, ihr Burchinger“, verkündete Meurer, „was ihr alles habt, Bäcker, Metzger, Ärztehaus, Supermarkt, die Luzie, eine Tankstelle, zwei Banken, alle Handwerker, zwei Kirchen und Winkl, ihr habt den Himmel auf Erden.“

Damit schuf er die Überleitung zu den „drei Putten auf Wolke sieben“, die jahrelang in Burching in der Unteren Kirche Dienst taten. Wie sie selbst beklagten, wurden sie nun von Petrus strafversetzt nach Andechs, wo sie in eine Nische kriechen müssen, „sodass der Arsch ganz schön weh tut, aber wenigstens schmeckt die Weißwurst vom Feicht.“ Mit gewohnt beeindruckendem Schauspieltalent und brillanten Ideen zum Motto „Starkbier gibt’s auf Wolke sieben – Prost, Ihr Lieben“ wurde den Burchingern auch heuer wieder kräftig eingeschenkt: Die Feuerwehr, brauche schon wieder ein neues Fahrzeug, obwohl die faulen Socken von Mitgliedern oft nicht mal zur Übung kämen, hieß es. Das Rathaus und die Burchinger Champs Elysées sollen saniert werden und beim Bäck wurde gar an der Kasse gestohlen. Von den Gemeindehäuptlingen schaue jeder, wie er die eigenen Schäfchen ins Trockene bringe. „Oh weh, Burching ist so sportlich, doch aus dem Sportverein ist niemand mehr im Gemeinderat vertreten“, sagten die Putten. „Heiliger Turnvater Jahn, bitt für uns, denn das hat es seit dem Krieg nicht mehr gegeben.“

Da wurde niemand verschont, nicht die trinkfreudige Landjugend, die Fischer, die im Suff den Zug aus München in die falsche Richtung bestiegen, der beim Volkstrauertrag vermisste Bürgermeister, die Wasserwacht und die gestressten Kommunionmütter.

Mit tosendem Applaus wurden die drei Engel erneut auf die Bühne geholt und rockten mit fetziger Musik vom Band den Saal. Danach gab Georg Meurer mit seiner E-Gitarre noch mal richtig Gas, als er die Textsicherheit des Publikums überprüfte und einen gelungenen Abend mit fröhlichen Gesichtern und reichlich starkem Bier ausklingen ließ.

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