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G7-Treffen in München

31.03.2015

Auf dem Gipfel

Beamte der Bereitschaftspolizei räumen nach einer Kundgebung vor der Residenz in Kempten auf. Solche Absperrgitter kommen wohl auch beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau zum Einsatz. Rund um das Treffen der Staatschefs der großen Industrienationen werden dann auch Kräfte von Polizei und Rotem Kreuz aus dem Landkreis Landsberg beteiligt sein.
Bild: Hermann Ernst

Anfang Juni steht Schloss Elmau im Mittelpunkt des Weltinteresses. Auch Landkreisbürger sind dabei

Das Zauberwort rund um den G7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen heißt Flexibilität. Das gilt auch für die Kräfte von Polizei und Bayerischem Rotem Kreuz aus dem Landkreis Landsberg, die beim Gipfeltreffen der großen Industriestaaten Anfang Juni dabei sein werden. Beinahe täglich gebe es Änderung, auf die reagiert werden müsse. Und das nicht erst seit den gewalttätigen Demonstrationen in Frankfurt.

Gastgeber des Gipfels ist die Bundesregierung. Das Land Bayern ist in Sachen Sicherheit gefordert. Und so hat die Polizei einen Planungsstab eingerichtet, im dem bewährten Polizeiführer und erprobte Einsatzkräfte notwendige Maßnahmen vorbereiten. Michael Strohmeier, der stellvertretende Leiter der Landsberger Inspektion ist einer von ihnen. Der Polizeihauptkommissar ist für mehrere Wochen komplett für den Planungsstab im Einsatz.

Drei Dinge stellen die Bayerische Polizei vor eine personelle, logistische und technische Herausforderung: der Schutz der Teilnehmer, die zu erwartenden Demonstrationen von Gipfelgegnern und der Transfer der Staatsgäste von und zum Schloss Elmau. Nach ersten Schätzungen werden in der Spitze etwa 15000 Polizeikräfte im Einsatz sein. Darunter auch mehrere Beamte aus Landsberg und Dießen. „Da werden einige Kräfte gebunden sein“, sagt Franz Kreuzer, der Pressesprecher der Landsberger Polizei. Es sei bekannt, dass die einzelnen Dienststellen in Bayern Personal abgeben müssen, wie viele, ob in geschlossenen Einheiten oder nicht, sei aber noch offen.

Der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes in Landsberg, hat bereits konkretere Aufgabenbeschreibungen erhalten. Kreisbereitschaftsleiter Georg Kobschätzky hat auch schon jene Helfer beisammen, die sich über einen Zeitraum von zwölf Tagen für den Gipfel Zeit nehmen müssen. Derzeit seien die Landsberger im Großraum München eingeteilt, sollte es dort zu Demonstrationen kommen.

Drei Fahrzeuge und acht Helfer stellt der Kreisverband dafür zur Verfügung: ein Einsatzwagen mit vier Mann Besatzung sowie eine schnelle Einsatzgruppe Transport mit zwei Krankenwagen mit jeweils zwei Helfern. „Es gibt vier Schichten à 72 Stunden“, sagt Georg Kobschätzky. Derzeit werden die Fahrzeuge auf Digitalfunk umgerüstet. Erst wenige Tage vor dem Gipfel erwartet sie der Kreisbereitschaftsleiter wieder in Landsberg zurück. „Die Schulung für den Digitalfunk geht auch so“, ist er zuversichtlich. Georg Kobschätzky weiß aber auch, dass es noch Änderungen geben kann. „Wir können aber flexibel darauf reagieren“, sagt er.

Die Feuerwehren im Landkreis können den Gipfel entspannt im Fernsehen verfolgen. „Wir sind nicht beteiligt“, sagt Kreisbrandrat Johann Koller. Die Aufgaben könnten die Kollegen im Oberland alleine bewältigen. Und sei Hilfe aus Landsberg und Umgebung doch gefragt, könne ein Kontingent innerhalb von 24 Stunden vor Ort sein. Es werde ganz allgemein für den Katastrophenfall bereitgehalten.

Übernachten Polizisten in der Welfenkaserne?

Gastgeber für rund 130 Bereitschaftspolizisten aus Norddeutschland könnte auch Oberstleutnant Gerhard Roletscheck werden, der Kommandant der Welfenkaserne zwischen Landsberg und Igling. Die Beamten könnten dort eventuell für einen Tag Station machen, bevor sie beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau helfen, die Gegend rund um das Tagungshotel zu sichern.

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