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Dießen

17.04.2018

Auf dem Heiligen Berg wird der größte Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert

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Die Luftgewehrmannschaft der FSG Dießen hat den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. Im Bild von links vorne Johannes und Maximilian Ulbrich; hinten Stephan Sanktjohanser, Alexander Reiner, Eva Maria Stainer und Monika Niederkofler. Gemeinsam wurde der Erfolg in Andechs gefeiert.
Bild: Jakob Stainer

Das Luftgewehrteam der FSG Dießen schafft den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Und das mit einer absoluten Topvorstellung.

Platz vier hätte dem Dießener Luftgewehrteam für den Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd gereicht, doch damit wollte man sich nicht zufrieden geben: Als Mitfavorit war die Mannschaft der FSG zu den Aufstiegskämpfen nach München-Hochbrück gefahren und als Sieger kehrte sie an den Ammersee zurück. Sieben Ringe Vorsprung hatten die Dießener nach den zwei Durchgängen vor dem Zweitplatzierten SaltendorfII – auf die Plätze drei und vier waren es schon mehr als 20 Ringe. „Das ist doch ein gutes Gefühl, wenn man schon mal drei künftige Konkurrenten hinter sich lässt“, kommentierte Alexander Reiner trocken das Ergebnis dieses Wettkampfs.

Auf den Punkt topfit präsentierten sich Alexander Reiner, Johannes und Maximilian Ulbrich, Stephan Sanktjohanser und Monika Niederkofler. In beiden Wettkämpfen konnten sie nämlich ihren in der Bayernliga erzielten Ringschnitt noch steigern. 40 Schuss musste jeder Schütze pro Durchgang abgeben und schon nach der ersten Runde lagen die Dießener mit insgesamt 1948 Ringen mit elf Ringen Vorsprung in Führung. Im zweiten Durchgang konnten sie sich noch auf 1949 Ringe steigern – damit war ihnen Platz eins nicht mehr zu nehmen.

Trainiert wurde am Wettkampfort

Ein gutes Gefühl, dass es mit dem Aufstieg klappen könnte, hatte Dießens Schützenmeister Jakob Stainer schon im Vorfeld. Schließlich durften in diesem Jahr vier der sieben Mannschaften, die in München am Start waren, aufsteigen. Aber wie gewohnt bremste er im Vorfeld zu große Euphorie: „Da kann so viel passieren im Schießsport.

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Durch ist der Wettkampf erst, wenn der letzte Schuss abgegeben ist.“ Wie recht er damit hatte, zeigte sich in München. Schlusslicht Voglarn war bei den Anfahrt im Stau stecken geblieben, erst kurz vor Beginn in München angekommen und blieb in beiden Durchgängen weit hinter seinem eigentlichen Ringschnitt der zurückliegenden Bayernligasaison.

Das Team hat sich im Laufe der Zeit gefunden

Bei den Dießenern dagegen lief alles nahezu perfekt. Noch in der Woche vor dem Wettkampf hatten sie eine Trainingseinheit nach München verlegt, um sich an die dortigen Stände zu gewöhnen. Dann hieß es: Nerven bewahren. „Nach dem ersten Durchgang war eigentlich klar, dass es jetzt reichen müsste“, erzählt Stainer, trotzdem steigerten sich die FSGler noch mal.

Vor ein paar Jahren, so Stainer, habe man es sich bei der FSG noch nicht träumen lassen, einmal eine Mannschaft in der 2. Bundesliga stellen zu können. „Aber die Mannschaft hat sich mit der Zeit gefunden und ist gewachsen.“

Durch das Stützpunkttraining seien talentierte Schützen, wie etwa die Ulbrich-Brüder, zur FSG gekommen und gemeinsam habe sich die Mannschaft gepusht. „Wir kaufen keine Sportler ein, das entspricht nicht unserer Mentalität“, sagt Stainer – auch habe man dazu nicht die Mittel. Allein die Fahrten in der kommenden Saison müssten erst mal finanziell gestemmt werden. „Wir haben jetzt ein halbes Jahr Zeit“, so der Schützenmeister der FSG. Zeit, um Sponsoren zu suchen.

Gefeiert wird auf dem Heiligen Berg

Zuerst einmal wurde aber der Erfolg gebührend gefeiert. Und da musste Trainerin Lisi Stainer, die das Team zusammen mit ihrem Co-Trainer Walter Stankjohanser zu diesem Triumph führte, erst mal ein gutes Wort bei der Bundestrainerin einlegen: Die Geschwister Ulbrich sollten nämlich eigentlich in München beim Kaderlehrgang bleiben, durften dann aber doch mit ihrer Mannschaft mit. Und zwar nach Andechs: „Vor Saisonbeginn stiften wir in Andechs immer eine Kerze“, sagt Jakob Stainer – da war der Heilige Berg doch genau die richtige Adresse, um auch zu feiern.

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