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Landsberg

21.11.2019

Auf dem Parkplatz am Klinikum Landsberg wird bald kontrolliert

Eine Parkscheibe wird künftig notwendig sein, um auf dem Parkplatz am Landsberger Klinikum rechtmäßig zu parken.
Foto: Thorsten Jordan

Plus Das unbegrenzte Parken hat ein Ende. Wer am Klinikum in Landsberg künftig länger als drei Stunden sein Auto abstellt, dem droht eine Strafe.

Die Zeit des unbegrenzten Parkvergnügens – oder auch der endlosen Parkplatzsuche – auf den Stellplätzen beim Landsberger Klinikum könnte bald zu Ende gehen: Vorgesehen ist, die maximale Parkzeit künftig auf drei Stunden zu beschränken. Und das soll auch kontrolliert werden. Wer sich nicht an die Regeln hält, dem drohen finanzielle Folgen. Die chronische Parkplatznot soll so gelindert werden.

Das Problem ist seit Langem bekannt: Wer zu einer Behandlung, zu einem Besuch oder zu seinem Arbeitsplatz ans Klinikum mit dem Auto kommt und einen Stellplatz sucht, findet oft keinen: Denn der Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist voll – auch deswegen, weil er von Autofahrern genutzt wird, die gar nicht ins Klinikum wollen. Eine Handhabe gegen solche Fremdparker gibt es bislang nicht. Eine Vereinbarung zwischen Stadt und Landkreis regelt, dass der Platz auch als Park-&-Ride-Anlage firmiert und weitgehend unbeschränkt von der Allgemeinheit benutzt werden kann.

Die Kündigung der Stadt ist auf dem Weg

Allerdings hat der Stadtrat aufgrund der Kapazitätsprobleme im Sommer beschlossen, diese Vereinbarung zu kündigen. Die Kündigung sei gerade unterwegs zum Oberbürgermeister, um unterschrieben zu werden, informiert dazu Stadt-Sprecher Andreas Létang. Eine Kündigung sei mit einer Frist von einem Jahr jeweils zum Jahresende möglich, würde also am 31. Dezember 2020 wirksam werden. So könnte der Landkreis respektive das Klinikum ab 1. Januar 2021 frei über den Parkplatz verfügen.

Inzwischen kristallisiert sich heraus, wie das laufen dürfte: Die Parkzeit soll auf drei Stunden beschränkt werden. Eine private Firma soll dies überwachen – so wie es auch auf dem benachbarten Parkplatz eines Supermarkts in der Breslauer Straße der Fall ist. Dort hatten auch immer wieder Autofahrer, die am Klinikum keinen Platz mehr fanden, ihre Wagen abgestellt.

Für Mitarbeitern und Patienten gibt es Ausweise

Mehr Einzelheiten zur geplanten Parkplatz-Bewirtschaftung kann Anna Diem von der Pressestelle des Landratsamts derzeit nicht mitteilen: „Wir sind erst einmal dabei, einen externen Dienstleister zu finden.“ Daneben sei vorgesehen, dass Mitarbeiter des Klinikums Parkausweise erhalten, ebenso Patienten, die mit ihrem Wagen zu einer stationären Behandlung ins Klinikum kommen. Was aber ist, wenn sich ein Besucher länger als drei Stunden im Klinikum aufhalten muss und dann ein Verstoß gegen die maximale Parkdauer festgestellt wird? Dazu konnte Diem noch keine Antwort geben: „In der Regel ist aber eine Zeit von drei Stunden ausreichend“, sagte sie dazu.

Solche oder ähnliche Schilder (wie hier auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Landsberg) werden auch auf dem Parkplatz des Klinikums aufgestellt, wenn dort eine private Parkraumbewirtschaftung eingeführt wird.
Foto: Thorsten Jordan

Wer ohne Sonderausweis seinen Wagen länger als drei Stunden auf dem Parkplatz stehen lässt, muss bei einer externen Parkraumbewirtschaftung mit finanziellen Folgen rechnen. Es wird zwar nicht wie im öffentlichen Straßenraum ein „Verwarnungsgeld“ fällig, dafür aber eine „Vertragsstrafe“. Und diese ist meist höher als eine Verwarnung: Auf zwei in Landsberg privat bewirtschafteten Parkplätzen bewegen sich die Tarife für diejenigen, die dort länger als die erlaubten 90 Minuten parken, bei 24,90 bis 30 Euro. Zum Vergleich: Eine Verwarnung kostet bei einer bis zu einstündigen Überschreitung der Höchstparkdauer 15 Euro, erst bei mehr als drei Stunden werden 30 Euro fällig.

Früher war schon die städtische Parküberwachung tätig

Eine Kontrolle des Parkplatzes durch die städtische Verkehrsüberwachung ist dem Vernehmen nach kein Thema: In der Vergangenheit hatte es eine solche gegeben, berichtet Stadtsprecher Létang. Im Auge hatten die Parkwächter dabei Autofahrer, die Verbotsschilder an bestimmten Stellen des Geländes missachteten. Dies sei jedoch vom Landratsamt nicht mehr gewünscht worden. Die Kontrollen seien deshalb eingestellt und die Parkverbotsschilder demontiert worden.

Ansonsten ging es bei der vom Verwaltungsrat des Klinikums beabsichtigten privaten Parkraumbewirtschaftung vor allem darum, zu einer schnellen Lösung zu kommen und kein Geld in die Hand nehmen zu müssen. Im Kreis- und im Finanzausschuss betonte Kämmerer Thomas Markthaler, dass am Klinikumsparkplatz keine „Investivmaßnahmen“ notwendig seien. Solche wären erforderlich, wenn Gebühren erhoben würden und dafür Schranken und Kassenautomaten errichtet werden müssten. Im vergangenen Jahr war über den Bau eines Parkhauses oder eines weiteren Parkplatzes diskutiert worden. Vonseiten des Landkreises wurde schließlich ein Parkplatz favorisiert, doch Oberbürgermeister Mathias Neuner stellte infrage, ob dies notwendig sei, um genug Parkplätze für Besucher und Mitarbeiter vorzuhalten.

Wie LT-Redakteur Gerald Modlinger die angekündigten Parkregeln findet, lesen Sie im Kommentar: Parken am Klinikum: Effektiv und bürgerfreundlich

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