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Tschechien, Luxemburg und Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt

14.07.2010

Auf den Boden zurück

Ein Boot am Lechwehr: Die letzte der Installationen zur "Nacht der Romantik" (23. Juli) wurde gestern vom Künstler Franz Hartmann (rechts) unterhalb der Karolinenbrücke positioniert. Die Figuren am Turm der Stadtpfarrkirche (im Hintergrund) mussten dagegen aus Sicherheitsgründen wieder abgenommen und an neuen Standorten montiert werden. Foto: Thorsten Jordan
Bild: Thorsten Jordan

Landsberg Zunächst war man bei den Verantwortlichen der Kunstaktion zur "Nacht der Romantik" nicht so begeistert, aber entspannt. Dann war man immer noch nicht begeistert, aber nun mussten die Figuren des Landsberger Künstlers Franz Hartmann wieder vom Turmgerüst der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt abmontiert werden. Die Sicherheit, so Stadtpfarrer Thomas Rauch, sei einfach nicht gewährleistet für diesen Standort. "Kommentar

In der Tat seien weder der mit der Kirchensanierung beauftragte Architekt Christoph Maas noch Dekan Thomas Rauch von der Idee begeistert gewesen, in luftiger Höhe tanzende Figuren am oberen Teil des eingerüsteten Kirchturms zu befestigen. Mit diesen Figuren - insgesamt gibt es in der Stadt rund 25 unterschiedlichste Motive, die aber alle der Romantik verpflichtet sind - soll im Vorfeld auf die "Nacht der Romantik" von Johannes Skudlik am Freitag, 23. Juli, hingewiesen werden (LT berichtete). Dennoch habe man zunächst das Einverständnis gegeben, die Figuren, vier tanzende Paare, an der Außenseite des Kirchturms zu befestigen, auch wenn, so Rauch, Künstler und Architekt nicht ganz "auf einer Linie" waren.

Inzwischen hätten sich die Sicherheitsbedenken jedoch verstärkt, auch unter dem Eindruck der latenten Unwettergefahr mit großen Windstärken. Diese Bedenken teilte wohl auch ein Vertreter des Bauamtes der Diözese Augsburg, der in dieser Woche zu Gesprächen in Landsberg war. Daher zog man vor, die Figuren, die aus Siebdruckplatten geschnitten wurden, von der luftigen "Werbeplattform" wieder abzumontieren.

Franz Hartmann ist zwar ein wenig enttäuscht von der Entwicklung, geht aber relativ pragmatisch mit der Situation um. "Wenn die Figuren weggeflogen wären, hätte es wohl auch den Turm umwehen müssen", nimmt er die Entscheidung aber sportlich hin. Er habe seine Installationen mit den gleichen Gerüstschellen befestigt, wie sie an Mariä Himmelfahrt verwendet wurden. Allerdings habe er schon Alternativstandorte für die Paare ganz in der Nähe gefunden. "Zwei davon werden wir an den Bauzaun um die Stadtpfarrkirche montieren dürfen, zwei Paare könnte ich mir gut auf dem Hauptplatz beim Marienbrunnen vorstellen." Dafür müsse er aber erst eine Genehmigung bei der Stadt einholen.

Auf den Boden zurück

Künstler, Jugendpfleger und Stadtrat in Bermudas

Etwas länger gedauert haben die Genehmigungen, die der Künstler für seine letzte Installation am Lechwehr bekommen hat. Doch gestern gab's grünes Licht und mit der von Spaziergängern aufmerksam beobachteten Unterstützung von Henrik Lüßmann und Moritz Hartmann - wann sieht man schon einen Künstler, einen Jugendpfleger und einen Stadtrat in Bermudas beim Arbeiten - wurde das auf Schwimmern befestigte Boot mit Ruderern oberhalb des Lechwehrs mittels eines dicken Stahlseiles fest platziert. Trotzdem kippte es gestern Abend um.

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