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Pilgerreise

21.09.2013

Auf den Spuren des heiligen Ignatius

Eunate am Pilgerweg.
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Eunate am Pilgerweg.

Gläubige aus zwei Pfarreiengemeinschaften unterwegs in Spanien

Lechrain Eine bunt gemischte Gruppe aus den Pfarreiengemeinschaften (PG) Vilgertshofen und Reichling sowie Mitreisende aus den Pfarreien Dirlewang und Tussenhausen machten sich gemeinsam auf, um entlang der Pyrenäenausläufer von Bilbao am Atlantik bis Barcelona ans Mittelmeer zu reisen. Mit dabei waren auch Reiseleiter Thomas Pentenrieder (Bayerisches Pilgerbüro) und geistlicher Begleiter Pater Steevan d’Souza (Leiter der PG Vilgertshofen). LT-Mitarbeiterin Gisela Klöck war dabei und berichtet:

Nach dem Flug nach Bilbao erwartete die Gruppe herrliches Wetter. Um den ersten der acht Tage voll auszukosten, besichtigte man das Weltkulturerbe „Puente Colgante“ und die Außenanlagen des Guggenheim-Museums in Bilbao, der Hauptstadt des Baskenlandes. Das nächste Ziel war Loyola, die Geburtsstätte des im 1491 geborenen Heiligen Ignatius von Loyola, Gründer des Jesuitenordens, dem auch Papst Franziskus angehört. Die Pilger aus dem Lechrain ebneten als „Pioniere“ die Wege für zukünftige Ignatiuspilgerreisen des Pilgerbüros. Azpetia (die Taufkirche Ignatius) und der mittelalterliche Wohnturm in Loyola, von einem großen Jesuitenkolleg mit Basilika umbaut, waren Ziele in der Provinz Gipuzkoa. Entlang der Pyrenäenausläufer erreichten die Pilger Arantzazu bei Oñati. Ein hoch gelegener, etwas unheimlicher Ort. Überall auf den fernen Bergkuppen stehen dicht aneinander Windräder, Geier und Adler sind hier zu Hause. Das auf Felsen errichtete Heiligtum von Arantzazu brannte mehrmals nieder, und nun steht dort eine riesige, moderne Basilika.

Das Gebiet Navarra mit seiner Hauptstadt Pamplona war das nächste Ziel. Es standen Pilgerstätten wie die Burg von Javier und Leyre mit Benediktinerkloster samt berühmter Krypta an. Ein Pamplona-Rundgang mit Besichtigung der Kathedrale, der Stierkampfarena und des Rathauses wurde gemeinsam unternommen. Nach nächtlichen Exkursionen zum historischen Café am Schlossplatz und Shoppen in der Markthalle ließ man das besondere Flair der quirligen Altstadt nach drei Tagen hinter sich, um ein Stück auf dem Jakobsweg, der zugleich teilweise Ignatiusweg ist, von Eunate nach Puente la Reina zu pilgern. Puente la Reina ist ein beschaulicher Ort mit einer herrlichen, aus der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts stammenden Steinbrücke über den Arga, der Iglesia del Crucifijo Kirche des ehemaligen Templerklosters mit einem romanischen Portal und der Santiago-Kirche aus dem 12. bis 16. Jahrhundert.

Weiter ging es nach Zaragoza am Ebro, dem berühmtesten Marienwallfahrtsort Spaniens und der Hauptstadt des Bezirkes Aragon mit der Basílica del Pilar (Muttergottes auf der Säule), die dem Pilar-Orden den Namen gab. Geistliche Impulse, Lieder und Gottesdienste an den besonderen Orten gehörten ebenso zur Reise, wie viel Wissenswertes über Architektur und Geschichte.

Das spirituelle Herz Kataloniens

Der letzte große Höhepunkt war Montserrat, das spirituelle Herz Kataloniens. Man lauschte dem berühmten Knabenchor des Benediktinerklosters Santa Maria de Montserrat, das auf 721 Metern Höhe im gleichnamigen Gebirge liegt. Zahlreiche Wallfahrer besuchten das aus dem zwölften Jahrhundert stammende Gnadenbild „Unsere Liebe Frau von Montserrat“. Wanderungen im Montserratgebirge standen an, ebenso wie ein Ausflug nach Manresa samt barocker Kirche „Cova de Sant Ignasi“ mit der heiligen Höhle, in der Ignatius von Loyola einige Monate in Einsamkeit gelebt haben und die „Exerzitien im Alltag“ niedergeschrieben haben soll.

Der letzte Tag wurde mit einer Stadtführung in der katalanischen Hauptstadt Barcelona aufgefüllt. Die Gruppe war beeindruckt von dem Werk des großen Architekten Antoni Gaudí, der „Sagrada Familia“, den enormen Dimensionen und der Schönheit im Inneren der durch Papst Benedikt XVI. 2010 eingeweihten Basilika. Im 100. Todesjahr Gaudís 2026 sollen alle Außenarbeiten abgeschlossen sein. Die Mittagszeit verbrachte man in der Prachtstraße „Rambla“. Ein kurzer Blick in den Park Güell und ein Besuch der alten Kathedrale standen ebenfalls auf dem Programm. Nach einer kleinen Rast auf dem Hausberg Barcelonas, dem Montjuic, sagte die Pilgergruppe Spanien Ade. (klö)

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