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Bürgerbefragung

02.10.2011

Auf der Suche nach der Turnhalle von Morgen

Wie wird die Turnhalle von Morgen aussehen? Dies wird derzeit in Geltendorf diskutiert. Sicherlich nicht wie die alte Schulturnhalle, die längst die Grenzen ihrer Kapazität erreicht hat.
Bild: Foto: Thorsten Jordan

Markus Ott vom BLSV stellt Ergebnisse vor. Verhältnismäßig wenige erwachsene Geltendorfer in Sportvereinen

Geltendorf Sport hat einen hohen Stellenwert in Geltendorf, so die Feststellung von Markus Ott vom Bayerischen Landessportverband. Er gab bei einem Treffen der Projektgruppe mit dem Gemeinderat und den Vereinsvorständen eine Zusammenfassung der Bürgerbegfragung, welche ein Teil des Projektes für kooperativen Sportstättenbau ist.

Ziel des in der jetzigen Phase noch ergebnisoffenen Verfahrens ist ein bedarfsangepasstes Sportangebot mit umfassender Nutzbarkeit für Sommer und Winter und ein breites Spektrum an sportlichen Aktivitäten. „Extrem gut“ so Ott, sei die Rücklaufquote von 33 Prozent (rund 800 Fragebögen) und damit die Bürgerbeteiligung gewesen. Sport sei in der Gemeinde wichtig, stellte er fest. 84 Prozent betreiben regelmäßig Sport, bei den Schülern sind es sogar 95 Prozent.

Eine bauliche Erweiterung bestehender Sportanlagen ist nur ein Teil der Bedarfsanpassung. Laut Ott ist auch mehr Service seitens der Sportvereine etwa durch die Verlängerung der Öffnungszeiten ein Thema.

Auf der Suche nach der Turnhalle von Morgen

Vereine werden als altmodisch empfunden

Nur ein Teil der Sportbegeisterten, nämlich 19 Prozent (bei den Jugendlichen 80 Prozent) der Geltendorfer ist Mitglied bei den örtlichen Sportvereinen. Der Organisationsgrad im Landkreis liegt dagegen bei rund 40 Prozent. „Da gibt es noch potenzielle Kunden für die Verein“, stellte Ott fest. Auch beim Vereinsimage sieht Ott Handlungsbedarf, das wird selbst von einem Drittel der Mitglieder negativ beurteilt: „Zu altmodisch, zu viele Verpflichtungen“, so die Antworten.

Bei den Nicht-Mitgliedern überwiegen Ausdauersportarten wie Laufen/Walken, Radfahren und Gymnastikarten bei den ausgeübten Sportarten. Bei Vereinssportlern sind es je nach Altersgruppe unter anderem Fußball, Tennis, Laufen/ Walken und Gymnastik. Die Ergebnisse für Geltendorf und seine Ortsteile bestätigen auch einen gesamtgesellschaftlichen Trend: Es gibt weniger Wettkampfsportler (19,5 Prozent), aber mehr Menschen für die Spaß, Fitness und Wohlfühlatmosphäre an Bedeutung gewinnen. Mit Mehrzweckräumen könnte den ausdifferenzierten Bedürfnissen stärker Rechnung getragen werden, so die Erkenntnis.

Allerdings könne angesichts der Gemeindefinanzen nicht allen Wünschen der Sportler nachgegeben werden, erinnerte CSU-Gemeinderat Josef Weiß. Laut Umfrage steht beispielsweise bei 50 Prozent der Befragten ein Schwimmbad mit Saunaanlage auf der Wunschliste. Zudem würden 57,8 Prozent gerne neue Sportarten ausprobieren. Hier stehen vor allem Gymnastikarten, Tanz und Kampfsportarten hoch im Kurs der Geltendorfer.

Nach seinen Ideen für die Umsetzung und Verwirklichung gefragt, sagte Ott, er wolle nicht vorgreifen: „Der Ort muss sich für die Raumplanung zusammenraufen und selbst festlegen, was wichtig ist. Am Schluss wird eine machbare Version stehen, die auf die Bedürfnisse und die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde zugeschnitten ist“, so der Fachmann vom BLSV weiter.

Jetzt werden Entwürfe erarbeitet

Jetzt wird die Projektgruppe mit Unterstützung vom BLSV den Bedarf in ein bis drei Planungsentwürfe umsetzten, die im Frühjahr 2012 im Gemeinderat vorgestellt werden sollen. Bis dahin bat Diplom-Sportlehererin Christa Rieß von der Projektgruppe um „große Offenheit“ auf allen Seiten. „Wir haben keinen Druck und viel Zeit, um etwas zu entwickeln“, so Rieß.

Anregungen und Ideen nimmt die Projektgruppe entgegen unter der Adresse Sport-in-Geltendorf@t-online.de

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