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Dießen

13.05.2015

Aufruhr im Mädchenpensionat

Die Ammerseespatzen mimen im Musical „Aufruhr im Mädchenpensionat“ eine Schulklasse.
Bild: Romi Löbhard

Ammerseespatzen mimen die Schüler

Die Ferien sind um, der Schulbetrieb beginnt. Doch o weh, was ist mit Fräulein Zisch los? Sie ist ja generell streng, aber am ersten Schultag schon? Da stimmt etwas nicht, das merken die Schülerinnen im Mädchenpensionat sofort. Die Lehrerin dreht bei der kleinsten Kleinigkeit durch, schimpft rum und wird schließlich vom Direktor nach Hause geschickt, damit sie sich erholen kann. Nach einigen Wochen kommt Fräulein Zisch ganz verwandelt zurück und dafür gibt es gleich mehrere Gründe ... Diese Geschichte ist der Inhalt des jüngsten Kindermusicals „Aufruhr im Mädchenpensionat“, das Nathalie Robinson komponiert, getextet und auf die Bühne des Theatersaals im Wohnstift Augustinum in Dießen gebracht hat.

Das Stück lebt von flotten Sprüchen, treibenden Rhythmen und Musik mit Ohrwurmtauglichkeit. Hauptakteure auf der Bühne sind die Sängerinnen der Ammerseespatzen, dem von Robinson geleiteten Kinderchor des Musikzentrums Schondorf. Sie mimen die Klasse des strengen Fräuleins und unterhalten die schnell begeisterten Zuschauer mit hervorragendem Gesang – auch mal solistisch – und mit herrlich unkomplizierter Schauspielerei..

Eine hübsche Idee ist es, die Besuche des Direktors, der als Postbote fungiert und Briefe der Schülerinnen persönlich an die kranke Lehrerin in ihrem Zuhause übergibt, als Film an eine große Leinwand zu projizieren. Am Ende sind alle zufrieden und die Spatzen auf der Bühne singen fröhlich den Grund: „Fräulein Zisch ist wie verwandelt, hat mit dem Direx sich verbandelt.“

Mit dem Musical ist Nathalie Robinson erneut ein Stück gelungen, das die Besucher der zwei gelungenen Aufführungen restlos begeistert hat. Die umtriebige Musikerin hatte jederzeit die Fäden in der Hand. Ein Rätsel ist, wie sie das hinbekommt. Sie musiziert schwungvoll am Klavier, dirigiert gleichzeitig mit viel Vehemenz die Akteure auf der Bühne und sagt auch mal heimlich ein. Die Chorkinder waren äußerst diszipliniert und gaben in ihren Pensionatsklamotten obendrein ein hübsches Bild ab. Die von etlichen Auftritten bereits bekannte Lea Eberhardt mimte Fräulein Zisch sehr überzeugend und gesanglich ausgereift. In die Rolle des gemütlichen Pensionatsdirektors war Josef Hannesschläger geschlüpft und das schien dem unter anderem von „Rosenheim Cops“ bekannten Schauspieler ziemlich zu gefallen. (löbh)

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