Kino

21.07.2016

Aus Liebe zum Film

Das Festival kann beginnen: Kurt Tykwer (links) und Matthias Helwig.
Bild: Maren Martell

Das Fünf Seen Filmfestival startet zum zehnten Mal. Ein Spielort ist Landsberg

Matthias Helwig ist Filmfreak durch und durch. Und mit „seinem“ Filmfest an den fünf Seen ist ihm mehr als ein Coup gelungen. Doch vor zehn Jahren hätte sich der Gilchinger Kinobetreiber einen solchen Erfolg nicht träumen lassen. Ein Filmfestival auf dem Land, und dann gleich nach dem renommierten Münchner Filmfest?

„Am Anfang konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass das funktionieren würde.“ Aber dann saß schon im zweiten Jahr ein Michael Ballhaus neben ihm, und dann später Armin Mueller-Stahl. „Das waren wunderbare Momente“, erinnert sich Helwig, die er auch dem Landsberger Filmforum-Leiter Kurt Tykwer zu verdanken hat, der die Kontakte mit vermittelte. Mittlerweile zählt das Fünf Seen Film Festival zu einem der anerkanntesten Filmfeste in Deutschland. Prominente Filmgäste kommen und schätzen neben der Qualität der Filme die beinahe familiäre Atmosphäre in einer der schönsten Gegenden rund um den Starnberger See und Ammersee. Auch im Jubiläumsjahr ist die Liste der Promis lang, das Programm vielversprechend.

Vom 27. Juli bis zum 7. August werden 160 Filme in 330 Vorstellung an zehn Spielstätten und in acht Wettbewerben präsentiert. Für Glamour sorgen die Schauspieler Heino Ferch, Florian David Fritz, Nicolette Krebitz und Dani Levy. Außerdem werden die Regisseure Rosa von Praunheim, Sebastian Schipper, Götz Spielmann und als Ehrengäste Doris Dörrie und Goran Paskaljevic aus Serbien erwartet. Paskaljevic ist auch eine Werkschau gewidmet. Helwig geht es vor allem darum, die Liebe zum Film zu vermitteln. „Wir zeigen Filme, die nur hier zu sehen sind, die es kaum ins Kino schaffen und auch im Fernsehen nicht gezeigt werden“, sagt er. Oft sei es sehr aufwendig, das Filmmaterial herbeizuschaffen. Nicht selten müssten die Streifen noch digitalisiert werden. Ein Aufwand, den man nicht betreibt, „um Geld zu verdienen, sondern weil man denkt, dieser Film muss unbedingt gezeigt werden“. Die Liebe zu Film und Kino hat auch der Film „Cinema, mon amour“ zum Thema. Der Streifen, in dem sogar Helwig mitspielt, erzählt die Geschichte von Victor, der im tiefsten Rumänien versucht, ein Kino wieder zum Leben zu erwecken.

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Wie in den Vorjahren wird es als Highlight eine abendliche Dampferfahrt mit Preisverleihung auf dem Starnberger See geben. Darüber hinaus locken neue Open-Air-Spielstätten: das Südbad in Tutzing und der neue Augustiner am Wörthsee. Unter freiem Himmel können außerdem Filme im Biergarten des Gasthofs Schuster in Hochstadt und vor der Starnberger Schlossberghalle gesehen werden. Weitere Vorstellungen gibt es im Weßlinger Pfarrstadel, im Dießener Augustinum und in Zusammenarbeit mit Kurt Tykwer vom Filmforum Landsberg im dortigen Stadttheater. Die Hauptwettbewerbe sind in diesem Jahr gestaffelt: In den ersten vier Tagen werden die besten Filme aus der Horizonte-Sektion gezeigt und am ersten Sonntag die Video-Art-Sektion für Experimentalfilme. Von Sonntag bis Mittwoch steht das Festival erneut im Zeichen der besten Kurz- und Dokumentarfilme.

Abschluss und Höhepunkt sind die Wettbewerbe für den besten Spielfillm, das beste Drehbuch und den besten Nachwuchsfilm, sowie die Gastländer Taiwan und Serbien sowie neu Südtirol. Herausragender regionaler Beitrag ist der Film von der aus Schondorf am Ammersee stammenden Manuela Bastian. Ihr Werk „Where to, Miss?“ über eine Taxifahrerin in Indien wurde bereits bei den Hofer Filmtagen im vergangenen Jahr ausgezeichnet.

Im Internet

www.fsff.de

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