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Kinsau

18.05.2016

Aus dem „Pfarrhof“ wird das „Rathaus“

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Der historische Pfarrhof in Kinsau heißt künftig Rathaus. Das hat der Gemeinderat beschlossen.
Bild: Manuela Schmid

Das historische Gebäude in Kinsau bekommt eine neue Bezeichnung. Auf dem Briefkopf gibt es eine Sonderlösung.

Der Grund, warum sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit der Namensänderung beschäftigte, war eine Anfrage von Kreisheimatpflegerin Dr. Heide Weißhaar-Kiem. Sie wollte wissen, welchen Namen das Gebäude denn in Zukunft tragen werde. „Zum Tag des offenen Denkmals brauchen wir einen neuen Namen – denn es ist ja kein Pfarrhof mehr“, erklärte Bürgermeister Marco Dollinger in der Sitzung. Wie berichtet, soll am 11. September die Auftaktveranstaltung des Landkreises Landsberg zum „Tag des offenen Denkmals“ im Kinsauer Pfarrhof – oder besser gesagt im Kinsauer Rathaus – stattfinden. Doch wie soll das Gebäude heißen, in dem künftig im Obergeschoss das Rathaus einzieht, und im Untergeschoss Räumlichkeiten für die Kirche, ein Seniorencafé und ein Vereinszimmer vorgesehen sind? Keine so leichte Aufgabe für die Ratsmitglieder. „Rathaus, Gemeindehaus oder Gemeindezentrum“, gab Dollinger dem Gremium als Denkanstöße. Doch „Gemeindezentrum“ fiel ebenso durch wie die Vorschläge „Bürgerhaus“ oder „Gemeinde-Ensemble“, die von den Räten ins Feld geführt wurden.

Dieter Doppelbergers Vorschlag „Rathaus im alten Pfarrhof“ kam bei den Ratsmitgliedern schon besser an. Was die alleinige Bezeichnung „Rathaus“ angeht, brachte Zweiter Bürgermeister Alexander Resch den Einwand, dass neben der Gemeinde ja auch die Kirche in dem Gebäude sei, ebenso wie ein Seniorencafé. Dieter Funk schlug schließlich vor, dass man das historische Gebäude ja auf dem Briefkopf etc. offiziell als „Rathaus“ bezeichnen könne, aber ansonsten den Namen mit Zusatz – „Rathaus im alten Pfarrhof“ – verwenden könne.

Auf diese Vorgehensweise einigte sich das Ratsgremium schließlich auch. Statt „alt“ soll es aber „historisch“ heißen: So kann die Gemeinde also künftig zu Veranstaltungen ins „Rathaus im historischen Pfarrhof“ einladen. Auf dem Briefkopf wird aber nur die ganz offizielle Bezeichnung „Rathaus“ stehen.

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Die Einladungen für den ganz großen Tag im September sind indes schon in Arbeit: Der Gemeindechef zeigte in der Sitzung bereits einen ersten Entwurf. Der Kinsauer Ernstfried Prade habe sich bereit erklärt, kostenlos das Layout zu machen, erklärte Dollinger. Die Gemeinde müsse lediglich den Druck bezahlen.

In der Gemeinderatssitzung wurde auch noch ein Nachtragsangebot über rund 4800 Euro für die Elektroinstallationen in dem historischen Gebäude beschlossen, da verschiedene zusätzliche Posten beauftragt worden waren. Es war das zweite Nachtragsangebot – ein erstes war bereits in einer früheren Sitzung abgesegnet worden. Somit wird die Gemeinde für die Elektroinstallationen nun insgesamt rund 49000 Euro bezahlen müssen (die Kostenschätzung lag bei rund 42000 Euro).

Zudem vergaben die Räte die Schlosserarbeiten zum Preis von rund 20600 Euro an eine Firma aus Böbing. Der Schätzpreis lag bei rund 14800 Euro. Die Mehrkosten ergaben sich aber aufgrund von nicht geplanten Änderungen (unter anderem durch die Vordachkonstruktion).

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