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Bürgerversammlung

19.03.2015

Bahnübergang: Wer ist zuständig?

Wer am Bahnübergang in Riederau etwas verändern will – die Gemeinde dringt hier auf eine andere Gestaltung, wegen der unübersichtlichen Situation im Kurvenbereich der Staatsstraße – muss den richtigen Ansprechpartner bei der Deutschen Bahn finden. Doch das ist schwierig.
Bild: Thorsten Jordan

Der Bereich am Riederauer Bahnhof soll sicherer werden. Aber Gemeinde und Straßenbaubehörde finden keinen Gesprächspartner bei der Bahn

Bürgerversammlungen sind oft nüchterne Veranstaltungen, bei denen so mancher Bürger Kritik an Verwaltung und Politik übt. Nicht so in Riederau, wo Bürgermeister Herbert Kirsch von den über 60 Bürgern erst einmal mit Applaus begrüßt wurde und einige Themen mit Humor abgehandelt wurden. Ernsthaft dranbleiben will Kirsch jedoch an dem Thema Bahnübergang. Der Bereich Bahnhof, Kurve Staatsstraße und Übergang soll in Riederau sicherer gestaltet werden. Freilich muss hier die Deutsche Bahn mitspielen, die für den Gleisbau verantwortlich ist. Und bei der Bahn wiederum den den richtigen Ansprechpartner zu finden, ist nicht einfach. Selbst die Straßenbaubehörde, das staatliche Bauamt, scheiterte laut Kirsch bisher daran, mit einem Verantwortlichen für diese Fragestellung in Kontakt zu kommen. „Wir werden dranbleiben“, versprach der Rathauschef, die Verwaltung habe die Anweisung, einmal im Vierteljahr nachzuhaken. Es sei auf jeden Fall keine Frage der Finanzen, betonte er, dass die Gemeinde für dieses Projekt Geld ausgeben will.

Denn Dießen ist derzeit finanziell gut gestellt, wie Kirsch zu Beginn der Versammlung dargestellt hatte. 2,5 Millionen Schulden gibt es nur noch beim Wasserwerk, die Rücklagen der Gemeinde bezifferten sich zum Jahresende auf 3,7 Millionen Euro. Und im Haushaltsansatz können 2,2 Millionen Euro, die sich unter anderem aus Einnahmen durch Einkommens- und Gewerbesteuer ergeben, dem Vermögenshaushalt und damit Investitionspool zugeführt werden.

Bald umgesetzt wird voraussichtlich eine andere Infrastrukturmaßnahme: Der Anschluss auch Riederaus an die Erdgasversorgung. Das Unternehmen Energie Südbayern will das Projekt wie berichtet heuer noch umsetzen, die Gemeinden müssen jedoch eine gewisse Deckungslücke übernehmen. Kirsch geht davon aus, dass der Dießener Gemeinderat zustimmt, für den Bau der Erdgasleitung von der Marktgemeinde aus Richtung Norden 50000 Euro zu investieren. In Schondorf und Eching haben die Gemeinderäte schon zugestimmt, sich zu beteiligen, in Greifenberg und Utting steht das Thema noch auf der Agenda.

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Auch in Sachen Internet wird die Versorgung besser: Der Gemeinde liegt laut Breitbandpatin Marianne Scharr ein Angebot vor, welches derzeit an übergeordneter Stelle auf seine Plausibilität geprüft werde. Riederau, Rieden und Bierdorf sind in diesem Ausbaugebiet. Zugesichert werde eine Qualität von 30MB beim Endkunden, erläuterte Scharr. Für die Nachbesserung im gesamten Gemeindegebiet beteiligt sich Dießen mit rund 700000 Euro.

In der Diskussion meldete sich ein Schüler des Ammerseegymnasiums und Jugendsprecher des SC Riederau zu Wort, der wissen wollte, wann denn das Bootshaus für die Ruderer fertig werde. Er erinnerte daran, dass die Gemeinde auch einen Deutschen Meister habe: Florian Dehlfing überzeugte wie berichtet im Februar bei der deutschen Meisterschaft im Ergometerrudern.

Kirsch erläuterte, dass alle Dießener Kreisräte, die Mehrheit der anderen Kollegen im Kreistag und der Landrat dem Projekt positiv gegenüberstünden. Mit dem Standort Rossschwemme südlich des Campingplatzes tut sich der Landkreis laut Kirsch schwer, es sei jetzt jedoch eine andere Fläche im Gespräch, die der Bürgermeister jedoch noch nicht öffentlich machen wollte. „Ich hoffe, dass nächstes Jahr ein Bebauungsplan aufgestellt wird.“ Kirsch will aber keine zeitlichen Prognosen geben: „An der Gemeinde Dießen liegt es nicht, wir brauchen aber jemand, der ein Grundstück hergibt. Kein Thema mehr ist in Dießen dagegen ein Bootshaus für die Polizei. Angedacht ist wie berichtet dieses Gebäude in Holzhausen zu bauen. Nach Kirschs Informationen hat aber auch die Gemeinde Utting noch keine näheren Informationen.

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