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12.06.2009

Bau des Hauses als erstes Projekt

Schondorf (ger) - "Der Bau soll das erste Projekt für die Jugendlichen sein": So stellt sich den Worten von Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD) der Schondorfer Gemeinderat die Errichtung eines neuen Jugendtreffs zwischen Bahnhof und Rathaus vor. In der Sitzung am Mittwoch hat der Gemeinderat den Planungsauftrag vergeben - an die beiden Gemeinderatsmitglieder Kurt Bergmaier und Wolfram Häberle.

Dass dabei zwei Kommunalpolitiker zum Zuge kamen, gab Wittmaack Anlass für eine umfassendere Erklärung. Bergmaier und Häberle hätten bereits bei der Errichtung des "Blauen Hauses" erfolgreich zusammengearbeitet. Bergmaier verfüge zudem über Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus der früheren Waldorf-Schule in Schondorf. Im Rahmen einer solchen Zusammenarbeit solle auch das neue Jugendzentrum entstehen, stellt sich Wittmaack vor. Die Kommune selbst wolle erst einmal nur die "Hülle" liefern, "mit Heizung, Toilette und einer gut funktionierenden Schalldämmung", erläuterte der Rathauschef. Für die weitere Ausgestaltung seien dann auch die Jugendlichen selbst - und ebenso der Förderverein und Jugendreferentin Helga Gall - gefordert.

Zwei kosten so viel wie einer

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit", erklärte Kurt Bergmaier (Freie Wähler). Dass zwei Planer beteiligt sind, habe den Vorteil, dass bei Besprechungen zumindest immer einer von beiden dabei sein könne, erklärte er.

Bau des Hauses als erstes Projekt

Zuvor hatte Thomas Betz (CSU) - er stimmte als Einziger gegen die Beauftragung der beiden Gemeinderatsmitglieder - kritisiert, dass zwei Ingenieure beauftragt werden sollen. Er schlug vor, dass Bauamtsleiter Christian Reuting den Bauplan für die Gebäudehülle erstellen soll. Dazu habe Reuting aber keine zeitlichen Kapazitäten mehr, erwiderte Bürgermeister Wittmaack, dieser sei bereits unter anderem mit dem Kinderhaus und der Rathaus-Sanierung ausgelastet. Im übrigen rechneten beide Planer nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ab. Finanziell sei es für die Gemeinde daher unerheblich, ob die Planungsleistung eine Person oder zwei Planer erbringen. Wittmaack gab zudem zu verstehen, dass der Auftrag an Bergmaier und Häberle keine Bevorzugung von Gemeinderäten darstelle. Der Gemeinderat vergebe gerne Aufträge an örtliche Architekten, um deren Leistungsfähigkeit und Planungssicherheit man wisse, "und wir dürfen auch niemand bestrafen, weil er im Gemeinderat ist".

Senioren ins Souterrain?

Marlene Orban (SPD) regte noch an, einen Keller vorzusehen. Die ostseitige Hanglage ausnutzend könnten darin noch Räumlichkeiten für die älteren Schondorfer vorgesehen werden.

Am Ende der öffentlichen Sitzung teilte der Bürgermeister zur Jugendarbeit noch mit, dass Anfang Juli die Einstellungsgespräche für einen Sozialpädagogen stattfinden werden, den Schondorf und Utting gemeinsam beschäftigen wollen.

Die Diskussion ist geschlossen.

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