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Landsberg

04.05.2019

Bauarbeiten am Papierbach: Nachbarn beschweren sich über Baulärm

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Die Spöttinger Straße grenzt an das Bauviertel „Urbanes Leben am Papierbach“. Die derzeitigen Bauarbeiten sorgen für Ärger bei einem Ehepaar, das dort wohnt und sich über den Lärm beschwert.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Diese Woche haben die Bauarbeiten für die Gebäude im neuen Stadtviertel „Urbanes Leben am Papierbach“ begonnen. Eine Familie in der Spöttinger Straße klagt über Baustellenlärm.

Es wird nicht mehr nur gegraben und abgerissen. Seit dieser Woche wird beim Projekt „Urbanes Leben am Papierbach“ auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik in Landsberg auch gebaut. Doch das, was die künftigen Wohnungsbesitzer nach zwei Jahren Anlaufzeit freut, ist für andere eine Lärmbelästigung. Die Arbeitszeiten vom frühen Morgen bis 20 Uhr stören eine Anwohnerfamilie in der Spöttinger Straße. „Tagelang ist ein kontinuierliches Hämmern von Baumaschinen im ganzen Haus zu hören“, so Helga Latte.

Bis zum Jahr 2024 sollen auf dem rund 5,7 Hektar großen Areal rund 1500 Menschen eine neue Heimat finden. Im Zuge des Projekts wird in unmittelbarer Nachbarschaft ein neuer Steg über den Lech gebaut. Beim Verkaufsstart war man in der Lechstadt noch davon ausgegangen, dass der Karl-Schrem-Bau erhalten und saniert wird. Im Herbst 2018 allerdings kristallisierte sich heraus, dass eine Sanierung des Gebäudes wirtschaftlich unrentabel sei.

Anwohner: "Das geht an die gesundheitliche Substanz"

Eine lange Bauzeit steht also bevor, die wohl besonders für die Anwohner an der Spöttinger Straße belastend ist. Helga Latte, die mit ihrem Mann dort lebt, schrieb dem LT. „ Der Krach bis in den Abend, das geht an die gesundheitliche Substanz.“ Latte vermutet, dass dieser Krach durch die einzusetzenden Spundwände entstanden sei. „Das geht doch sicher auch mit geminderter Vibrationstechnik und nicht auf Kosten der Gesundheit der Nachbarschaft.“ Latte schrieb an den Projektträger „ehret+klein“ und bat um Abhilfe.

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Und das Unternehmen antwortete auch sofort per Mail und stattete Helga Latte in der Spöttinger Straße einen Besuch ab. In einem Schreiben stellt „ehret+klein“ fest, dass aktuell keine Verbauarbeiten – das heißt, kein Einbringen von Spundwänden – auf dem Grundstück erfolgt seien. Derzeit würden für die Drainage und die Wärmeversorgung des Gesamtquartiers wichtige Rohrverbindungen unter der Bahn geschaffen.

Der Projektträger spricht von einer Ausnahme

„Es ist eine sehr kurzfristige Maßnahme und derartige Rammarbeiten sind eine Ausnahme und im weiteren Bauablauf nicht mehr vorgesehen“, so der Projektträger. „Die Anwohner können sich bei allen Anliegen jederzeit an uns wenden“, heißt es im Schreiben weiter. „Die Infoveranstaltungen in unserem Baubüro, die vor den jeweiligen Bauabschnitten stattfinden, erläutern alle durch uns auszuführenden Arbeiten für die Anwohner.“ Zudem werde stets ein Ansprechpartner benannt, an den man sich direkt wenden könne. „Wir versuchen, im gegenseitigen Einverständnis alle Anliegen zu beantworten und Lösungen zu finden.“

Bei der Familie Latte wurden in einem persönlichen Gespräch die Arbeiten auf dem Baufeld erläutert und um Verständnis gebeten, heißt es weiter. „Das ist richtig“, bestätigt Helga Latte und hofft, dass dieser „sehr belastende Krach“ ein wenig eingedämmt werden kann.

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