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Denklingen

29.12.2020

Baustellen-Drama in Denklingen: Worauf die Polizei jetzt wartet

Nach dem Baustellenunglück in Denklingen Mitte Oktober haben Angehörige der Opfer an der Unfallstelle einen Weihnachtsbaum aufgestellt.
Bild: Andreas Braunegger

Plus Zweieinhalb Monate sind seit dem Unglück mit vier Toten in Denklingen vergangen. So ist der aktuelle Stand der Ermittlungen.

Im Jahresrückblick 2020 ist das Baustellen-Drama von Denklingen mit vier Toten ein trauriges Kapitel. Am 16. Oktober starben – wie mehrfach berichtet – vier Arbeiter auf dem Firmengelände einer örtlichen Baufirma beim Gießen einer Betondecke. Was die Polizei aktuell zum Ermittlungsstand sagen kann.

„Die Polizei ist schon sehr weit mit den Vernehmungen“, sagt Jürgen Aichele, Pressesprecher vom zuständigen Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt, auf Nachfrage unserer Redaktion. Man warte derzeit das Eintreffen der Gutachten ab. „Aber das ist ein sehr komplexer Vorgang. Kann sein, dass es noch einige Zeit dauert.“ Wie mehrfach berichtet, hatten Vertreter von Gewerbeaufsichtsamt, Berufsgenossenschaft Bau und ein Gutachter die Unglücksstelle im Denklinger Gewerbegebiet nach dem Vorfall untersucht.

In Denklingen sind vier Männer auf einer Baustelle ums Leben gekommen. Polizeisprecher Andreas Aichele erklärt, was dort passiert ist.
Video: Thorsten Jordan

Am Freitag, 16. Oktober, waren mehrere Arbeiter auf dem Areal ihres Arbeitgebers damit beschäftigt, einen Verbindungsbau zwischen zwei Gebäudetrakten herzustellen. Dabei stürzte aus bislang unbekannter Ursache die an diesem Tag erst gefertigte Betondecke ein. Vier Männer im Alter von 16, 34 und zweimal 37 Jahren wurden verschüttet und starben. Ein abseits stehender Kollege wurde leicht verletzt.

Auf einer Baustelle in Denklingen ist am Freitagvormittag ein Gerüst eingestürzt. Mehrere Arbeiter wurden verschüttet, vier von ihnen sind tot.
16 Bilder
Betondecke stürzt auf Baustelle ein: Der Großeinsatz der Rettungskräfte
Bild: Thorsten Jordan

An den Tagen danach legten Angehörige, Kollegen und Freunde Blumen und Kerzen vor Ort ab, um der Opfer zu gedenken. Wie die Polizei mitteilt, ist der Unglücksort nach wie vor nicht freigegeben. Der ausgehärtete Beton ist somit noch immer an Ort und Stelle. Kurz vor Weihnachten überwies die Gemeinde an die Angehörigen Spendengelder aus einer neu gegründeten Bürgerstiftung.

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