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Stadtratswahl

14.11.2019

Bei den Grünen sind die Jungen vorn

Diese Kandidaten führen die Stadtratsliste der Landsberger Grünen an (von links): Jennifer Lübcke, Roger Mandl, Ulrike Gömmer, Traudl Lüßmann, Horst Kürschner, OB-Kandidat Moritz Hartmann, Leo Lischka, Daniela Groß und Heidi Reiser. Nicht auf dem Bild ist Lennart Möller, der an der Aufstellungsversammlung nicht teilnehmen konnte.
Foto: Dagmar Kübler

Die Kandidaten sind nominiert. Auf Platz 16 gibt es eine Überraschung

Die Stadtratswahl im März soll bei den Landsberger Grünen einen Generationswechsel herbeiführen: Jost Handtrack und Dr. Andreas Hartmann setzen mit ihrer Platzierung auf Platz 20 und 26 der Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2020 ein Signal, dass die Staffel an die Jüngeren übergehen soll. „Ich hoffe, dass nicht wie bei der letzten Wahl die Kandidaten der ersten Plätze durchgereicht und wieder die Älteren gewählt werden“, so Handtrack.

Alle derzeit im Stadtrat vertretenen sechs Grünen ließen sich wieder aufstellen, jedoch wählte etwa der Vorsitzende der Landtagsfraktion der Grünen, Ludwig Hartmann, aus zeitlichen Gründen den letzten Listenplatz. Oberbürgermeisterkandidat Moritz Hartmann steht auf Platz zwei, Henrik Lüßmann auf Platz 18.

Ulrike Gömmer, die Sprecherin des Ortsverbandes, wurde an die Spitze der Kandidatenliste gewählt. Neu mit dabei sind junge Menschen, die nun aus dem Jugendbeirat in die „große“ Politik hineinwachsen wollen: Lennart Möller (Listenplatz 4), seit heuer Sprecher des Jugendbeirats und Fridays-for-Future-Aktivist, der auch für den Kreistag kandidieren wird, Jennifer Lübcke (Platz 5), die vier Jahre dem Jugendbeirat angehört und das Wildtierverbot auf den Weg gebracht hatte, und Leo Lischka (Platz 8), ebenfalls aus dem Jugendbeirat. Daniela Groß (Platz 3) hat beruflich viel mit Kommunalpolitik zu tun. Ihr Anliegen ist es auch, die Frauenquote im Stadtrat zu erhöhen. Horst Kürschner (Platz 10) bringt Erfahrung aus 15 Jahren im Gemeinderat in Geltendorf mit.

Viele der Kandidaten treibt der Wunsch nach einer Wende bei Verkehr, Umwelt und Klima für ihr politisches Engagement an. Mobilität solle nicht nur in Richtung ÖPNV-Ausbau und Radwege gedacht werden, sondern auch für Senioren und Behinderte. Motiv für eine Kandidatur ist, so war bei vielen Bewerbern erkennbar, aber auch der Rechtsruck in Deutschland. Ein weiteres großes Thema ist bezahlbares und ressourcenschonendes Wohnen. Roger Mandl (Platz 6), Innenarchitekt und Mitglied des Wessobrunner Kreises, will dazu demnächst eine Zukunftsvision vorstellen.

Während die ersten zehn Kandidaten einzeln gewählt wurden, war für die Plätze elf bis 30 eine Blockabstimmung vorgesehen. Aufgrund von vier Initiativbewerbungen standen jedoch mehr Kandidaten als benötigt zur Verfügung, sodass zu einzelnen Plätzen eine Stichwahl stattfand.

So kam auch Christian Becker, der nicht anwesend war, auf Platz 16. Er habe Becker bereits bei Grünen-Stammtischen kennengelernt, berichtete OB-Kandidat Moritz Hartmann. Den meisten der 18 Stimmberechtigten war er jedoch unbekannt. In einem Schreiben, das Hartmann verlas, versprach Becker neben seinem persönlichen Einsatz auch, „den Wahlkampf von unserem Bürgermeisterkandidaten und der Stadtratsliste ordentlich finanziell zu unterstützen“. Moritz Hartmann kündigte an, das Programm der Kandidaten werde Ende Januar vorgestellt. Ziel der Grünen sei mehr Bürgerbeteiligung bei größeren Projekten, etwa wenn Veränderungen im Vorder- und Hinteranger vorgenommen werden.

Landsberg wird wachsen“, sagte Hartmann weiter. Wichtig sei, dass dies nicht zu schnell geschehe, sodass die Infrastruktur nachziehen könne. „Wir müssen überlegen, wie viele Gewerbegebiete wir noch ausweisen“, so Hartmann. Diese bedeuteten Flächenfraß, mehr Verkehr und mehr Wohnungssuchende. Hartmann sprach sich gegen einen Neubau des Landratsamtes am Penzinger Feld aus und brachte stattdessen den ehemaligen Fliegerhorst Penzing ins Gespräch. (küb)

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