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Fastenzeit

23.02.2018

Bei einer Maß Bier kann man über alles reden

Mit einem gemeinsamen Prost auf das kräftig-süffige Bockbier eröffneten beim Starkbieranstich Bürgermeister Wilhelm Lehmann, Richard Sturm, Oliver Lentz und Schlossherr Prinz Luitpold in der Kaltenberger Ritterschwemme die „fünfte Jahreszeit“.
Bild: Ludwig Herold

In Kaltenberg wird das erste Fass Starkbier angezapft. Und Prinz Luitpold hält ein Plädoyer auf die Freiheit

Draußen sorgte der Wintereinbruch für viel Schnee und glatte Straßen. Drinnen in der Kaltenberger Ritterschwemme feierten 200 geladene Gäste den traditionellen Anstich des frisch gebrauten Ritterbocks. Bevor der Geltendorfer Rathauschef Wilhelm Lehmann mit zwei Schlägen das erste Fass anzapfte, stimmte Luitpold Prinz von Bayern als Schlossherr seine „lieben Starkbierfreunde“ mit humorvoll aufbereiteten Betrachtungen auf die „fünfte Jahreszeit“ ein.

„Wir sind ein regionales Kommunalpolitiker-Treffen, wo man bei einer Maß Bier über alles reden kann, was man sonst in den Parteifraktionen nicht besprechen kann.“ Er finde es deshalb hilfreich, wenn man den Mitgliedern des Deutschen Bundestages ein Starkbierfest verordnen würde, „damit man flugs zu einer Regierung kommt“. Denn der Hopfen im Bier habe den Vorteil, „dass man frisch gestärkt im Frühjahr alles besser aushält, was auf uns zukommt“.

Hier fügte Prinz Luitpold hinzu: „Es ist ja so, dass uns immer mehr verboten werden soll, immer mehr weggenommen wird und die ganze Verantwortung immer mehr auf den Staat verlagert wird. Man darf nicht mehr rauchen, man darf nicht mehr saufen, man darf keinen Zucker und kein Fett mehr essen. Es fehlt nur noch der Chip im Ohr, dann sind wir so wie die Mastschweine. Und dann kann die Gesundheit sagen, sie passt auf uns auf und sorgt dafür, dass wir alle sparende Bürger sind, die die sozialen Kassen nicht belasten.“ Hierzulande sei es bereits verboten, mit einem Getränk zu werben, das spurenweise Alkohol beinhalte, während Berichte in anderen Ländern behaupten, dass die Lebenserwartung durch einen mäßigen Biergenuss sogar steige. Eingehend auf das Brauereigewerbe sagte Prinz Luitpold: „In allen wachsenden neuen Ländern ist die Bierindustrie eine der ersten, die anspringt. Die Schlossbrauerei Kaltenberg hat inzwischen ihre Bierproduktion in 15 Ländern. So in der Mongolei, in China und sogar in Indonesien, wo 80 Prozent der Bewohner Muslime sind.“

Sein Fazit: „Wir sind ziemlich viel unterwegs, sozusagen Botschafter der bayerischen und deutschen Kultur. Und alle sind glücklich, „weil sie ein gscheit’s Bier kriegen und auch gscheit arbeiten. So machen die einen eine Sicherheitskonferenz. Wir gehen einen anderen Weg. Wir schauen, dass es den Leuten gut geht. Dann sind sie friedlich. Denn wir wissen: Mit einer Maß Bier gibt’s weniger Probleme.“ Das gemeinsame „Prost!“ wurde von den Gästen mit der Bayernhymne begleitet.

Musikalisch wurde der Festabend von der Stadtkapelle Fürstenfeldbruck sowie vom Oberpfälzer Humoristen Josef „Bäff“ Piendl stimmungsvoll begleitet. (her)

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