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Landkreis Landsberg

03.11.2017

Beim Lärmschutz war nicht viel zu machen

Für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Geltendorf und Lindau (hier die Bahnbrücke bei Kaufering) besteht jetzt großteils Baurecht.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Die Bahn hat jetzt großteils Baurecht. Im März soll es losgehen.

Für die Elektrifizierung der Bahnstrecke von Geltendorf nach Lindau besteht nunmehr großteils Baurecht. Das hat jetzt die Deutsche Bahn (DB) nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens unter anderem für die durch den Landkreis führenden Bauabschnitte mitgeteilt. Bis Jahresende sollen die noch fehlenden Genehmigungen vorliegen, Baubeginn soll im März 2018 sein.

Neben einer durchgehenden Elektrifizierung sind ein Ausbau für den Neigetechnikbetrieb und die Anhebung der Streckengeschwindigkeit vorgesehen, teilt die DB mit. Ziel ist, dass sich die Fahrtzeit von München nach Zürich um eine Stunde verkürzt. Auch der Regionalverkehr soll verbessert und beschleunigt werden.

Der Lärmschutz ist ein wichtiges Thema

Ein wichtiges Thema war im Rahmen des Genehmigungsverfahrens insbesondere der Lärmschutz. Hier ist nun das eingetreten, was schon weitgehend erwartet worden war: Bei diesem Thema folgte das Eisenbahnbundesamt im Wesentlichen der Argumentation der DB. Zusätzlich gewünschte aktive Lärmschutzmaßnahmen wie Schutzwände sind demnach unverhältnismäßig. Beidseitige Lärmschutzwände werden laut Genehmigung auf 650 Metern Länge in Schwabhausen sowie auf vier Abschnitten mit insgesamt knapp 1,4 Kilometern in Igling errichtet. Die Bahnüberführungen in der Landsberger Straße, der Schlossstraße und der Bahnsteigunterführung in Igling sollen durch den Einbau von Unterschottermatten „entdröhnt“ werden. 58 Anlieger der Bahnstrecke zwischen Geltendorf und Igling erhalten zudem Anspruch auf passive Schutzmaßnahmen, etwa in Form von Schallschutzfenstern.

Um die Oberleitung errichten zu können, muss im Bereich mehrerer Straßenüberführungen das Gleisniveau abgesenkt werden. Das betrifft die Abschnitte bei der Viktor-Frankl-Straße in Kaufering, Eresinger Straße bei Machelberg, zwischen Geretshausen und Ramsach, Bahnhofstraße in Igling und zwischen Holzhausen und Großkitzighofen.

Diese Arbeiten sollen binnen drei Wochen zwischen 11. Juni und 2. Juli 2018 erledigt werden. In dieser Zeit wird der Abschnitt zwischen Geltendorf und Buchloe gesperrt, die Züge werden durch Busse ersetzt. Eine weitere Streckensperrung wird vom 31. Oktober bis 5. November erforderlich werden, wenn die Eisenbahnbrücke in Epfenhausen neu gebaut wird. Alle übrigen Arbeiten erfolgen bei eingleisigem Betrieb. Über den genauen Ablauf wird die DB bei mehreren noch in diesem Jahr stattfindenden „Dialogforen“ informieren.

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