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Reichling

29.11.2019

Beim Umbau des Happergers gibt es Probleme mit Asbest

Voll im Gange sind die Umbauarbeiten am ehemaligen Gasthaus Happerger in Ludenhausen. Dort soll ein Dorfzentrum entstehen. Zu Verzögerungen der Arbeiten kam es, weil im Boden des Saals Asbest gefunden wurde.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Plus Bei der Bürgerversammlung in Reichling blickt Rathauschefin Margit Horner-Spindler auf einige Projekte zurück. Architekt Manfred Ullmann verrät, bis wann das neue Dorfzentrum in Ludenhausen fertig sein soll.

Eine ganze Reihe großer Projekte hat die Gemeinde Reichling in jüngster Zeit gestartet. Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler und die zuständigen Fachleute hatten daher bei der Bürgerversammlung im Gasthof Mitschke einiges zu berichten. Unter anderem über den Umbau des Happerger Anwesens zu einem Dorfzentrum. Bei den Arbeiten wurde Asbest gefunden. Was dessen Entsorgung kostet und wann die Arbeiten beendet sein sollen.

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„Ende 2020 soll alles fertig sein“, sagte Architekt Manfred Ullmann. Sofern keine weiteren Schadstoffe gefunden werden. Denn: „Wir haben im Happerger Probleme mit Asbest“, sagte Margit Horner-Spindler. Im Boden unter dem Parkett im Saal sei auf einigen 100 Quadratmetern ein asbesthaltiger Flexkleber verwendet worden, sagte Ullmann. Dieser dürfe nur von einer Fachfirma entsorgt werden. „Die ganze Baustelle war plötzlich eine Asbestbaustelle.“ Dadurch sei es zu Verzögerungen gekommen.

Wie viel kostet die Entsorgung?

In der Diskussionsrunde kam die Frage nach den Kosten für die Entsorgung des Asbests auf. Manfred Ullmann sagte, dass die Gemeinde für die Fachfirma und die Deponiekosten bis zu 15.000 Euro bezahlen müsse. Das sei ein fairer Preis: „Die Kosten wurden erst auf 25.000 bis 35.000 Euro geschätzt.“

Beim Umbau des Happergers gibt es Probleme mit Asbest

In der Mehrzweckhalle in Reichling sollen im Deckenbereich noch Maßnahmen durchgeführt werden, um die Akustik zu verbessern. Außerdem muss wegen eines Wassereintritts im Schützenheim noch das gesamte Leitungsnetz überprüft werden. Möglicherweise gebe es hier einen Fremdwassereintritt, vermutet Architekt Ullmann. Eine Brandmeldeanlage, die auf die Leitstelle in Fürstenfeldbruck aufgeschaltet ist, wurde bereits in die Mehrzweckhalle eingebaut. Diese sei bei einer Versammlungsstätte Pflicht, antwortete der Architekt auf die Frage eines Besuchers. Auch der Happerger werde eine solche Anlage bekommen.

370 Sattelschlepper voller Aushubmaterial

Bereits abgeschlossen werden konnte heuer die Großbaustelle in Gimmenhausen mit Schmutz- und Regenwasserkanal, den Trinkwasserleitungen und den Kabeln von Lechwerken und Telekom. „Wir sind noch bei der Zuschussbeantragung“, sagte der zuständige Ingenieur Armin Wolff. „Wir wollen schauen, dass wir möglichst viele Zuschüsse rausholen“. Bei der Maßnahme seien insgesamt 370 Sattelschlepper voll Aushubmaterial entsorgt worden. Am Leitungsende in Ludenhausen gebe es derzeit noch ein Geruchsproblem aufgrund einer Druckluftspülung. Dieses Problem solle jedoch noch behoben werden.

Zuletzt viele Fördergelder ausgeschöpft

Bald angegangen wird der Riederweg in Ludenhausen: Dieser soll nächstes Jahr fertiggestellt werden. Trotz der vielen großen Projekte stehe die Gemeinde finanziell gut da, wie die Bürgermeisterin vor den 124 Besuchern der Bürgerversammlung darlegte. „Wir haben elf Jahre in Folge keine Kreditaufnahme benötigt und konnten weiter Schulden abbauen.“ So könne sie ihrem Nachfolger stabile Gemeindefinanzen hinterlassen. Wie berichtet, tritt Margit Horner-Spindler 2020 nicht mehr an. Die Rücklagen betrugen Ende vergangenen Jahres 1,37 Millionen Euro, die Schulden knapp 754.000 Euro. In den vergangenen Jahren habe die Gemeinde viele Fördergelder ausgeschöpft, sagte die Bürgermeisterin: „So haben wir in den vergangenen elf Jahren etwa 3,8 Millionen Euro an Zuschüssen erhalten beziehungsweise zugesagt bekommen.“

Der Zweite Bürgermeister Benedikt Schmid bedankte sich bei der scheidenenden Rathauschefin: „Du hast einen Vollzeitjob gemacht und immer darauf geschaut, dass wir viel Geld von der Regierung bekommen.“ Über ihre Amtszeit sagt Horner-Spindler: „Ich hätte viel lieber mehr Kür und weniger Pflicht gemacht. Ich hätte noch so viele Ideen gehabt, gerade im sozialen Bereich.“

Diskussion um eine Gasleitung

In der Diskussionsrunde wurde vor allem die Gasleitung an der Rees emotional diskutiert. Für die Gemeinde und die Anwohner stellt sich nun die Frage, ob die Kommune aus dem Gasliefervertrag vorzeitig aussteigen soll. Anfragen der Bürger betrafen unter anderem die Kreisstraße in Richtung Rott, die nun ausgebaut werden und mit einem Kreisverkehr versehen werden soll. Der Ausbau werde in Abschnitten gemacht, deshalb erfolge der Ausbau jetzt nur bis zum Ortsanfang, sagte Rathauschefin Margit Horner-Spindler auf Nachfrage.

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