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Strahlung

02.11.2012

Bessere Funktechnik

Mitglieder des Vereins zum Schutz vor Mobilfunk in Utting haben an einer Kundgebung am Münchner Marienplatz teilgenommen.
Bild: Verein zum Schutz vor Mobilfunk

 Verein Schutz vor Mobilfunk nimmt an Veranstaltung in München teil

Eine Gruppe des Vereins Schutz vor Mobilfunk aus Utting hat laut Pressemitteilung an einer Kundgebung für umwelt- und gesundheitsverträgliche Funktechnologien in München teilgenommen. Auch die widrigen Wetterverhältnisse hätten die rund 500 Demonstranten – darunter viele Vertreter aus Initiativen und Vereinen von 189 bayerischen Gemeinden, die sich für eine Verringerung der innerörtlichen Strahlung einsetzen – nicht abgehalten.

Die Referenten Peter Hensinger von Diagnose-Funk Deutschland e.V., Dr. Martin Runge vom Bayerischen Landtag Bündnis 90/Die Grünen, Sebastian Schönauer, der stellvertretende Vorsitzende des BUND Naturschutzes in Bayern, Dr. Hans Jürgen Fahn, umweltpolitischer Sprecher der Freien Wähler im Bayerischen Landtag und Sebastian Frankenberger, Bundesvorsitzender der ÖDP waren sich einig bezüglich der Forderung nach einer Herabsetzung der Grenzwerte.

Diese im Ländervergleich extrem hohen deutschen Grenzwerte dienten „einzig und allein den wirtschaftlichen Profitinteressen und nicht dem Schutz der Lebewese“n. Unter anderem in Österreich seien die Grenzwerte bereits herabgesetzt worden, Salzburg gehe hier mit dem sogenannten „Salzburger Vorsorge-Richtwert“ erfolgreich voran. In der Pressemitteilung wird der Umgang mit der Strahlung durch Mobilfunk mit den Gefahren von Asbest, PCB, Nikotin und auch der Atomkraftwerke verglichen, die jahrzehntelang verharmlost worden seien.

Elektrosensibilität als Krankheit

Es lägen heute über 200 wissenschaftliche Studien vor, die auf die Gefahren durch diese Strahlung hinwiesen beziehungsweise sie belegten. Auf die zunehmende Anzahl Elektrosensibler reagiere die Österreichische Regierung bereits mit der Anerkennung der Elektrosensibilität als Krankheit.

Die Uttinger Initiative hofft, dass sich im Bewusstsein der Bürger der Wunsch nach der Durchführung eines Volksbegehrens zugunsten einer Absenkung der Grenzwerte manifestiert. „Die erfolgreiche Neuregelung des öffentlichen Rauchens, die dem Referenten Sebastian Frankenberger durch die Organisation eines Bürgerbegehrens bereits gelungen ist, sei uns hier ein Vorbild“.

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