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Corona-Pandemie verschlechtert weltweite Ernährungslage

17.06.2009

Besuch aus Tansania

Landsberg (helm) - Der von Regens Wagner Holzhausen geleitete CAP-Lebensmittelmarkt in Landsberg hatte kürzlich einen nicht alltäglichen Besuch. Anna Mollel und Mireile Kapilima, zwei emanzipierte Massai-Frauen aus Monduli in Tansania, besuchten auf Einladung von Caritas International für knapp drei Wochen Deutschland.

Laut Stefan Teplan vom Deutschen Caritasverband Caritas International wollen die beiden Fachkräfte der Behindertenhilfe auf ihrer knapp dreiwöchigen Informationsreise deutsche Behinderteneinrichtungen und die deutsche Behindertenarbeit kennenlernen.

Grundgedanke der CAP-Märkte ist die Verbesserung der Arbeitsplatzsituation und die Erweiterung der Möglichkeiten für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Und genau deshalb stellte der Leiter der Magnus Werkstätten, Bernhard Salanga, den Markt seinem Besuch vor. Anna Mollel baute in Monduli das erste Caritas-Rehabilationszentrum Tansanias. Dort werden jährlich mehr als 700 Kinder und Jugendliche physiotherapeutisch und medizinisch versorgt. Mittlerweile betreibt sie erfolgreich Lobbyarbeit mit der Regierung.

Tansania beschloss unlängst ein Gesetz, das den Schulen vorschreibt, mindestens zwei Prozent Kinder mit Behinderung aufzunehmen. Bei den Massai gelten häufig noch Menschen mit Behinderung als böser Fluch, behinderte Menschen werden in finsteren Ecken versteckt oder gar getötet, bestätigt Mireile Kapilima, die mittlerweile die Behinderteneinrichtung leitet.

Laut Teplan seien die beiden Frauen sehr von der deutschen Behindertenarbeit beeindruckt und nehmen sicherlich die eine oder andere neue Idee mit nach Hause.

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