1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Betrunkener Autofahrer verursacht tödlichen Motorradunfall

Eching/Stegen

05.09.2019

Betrunkener Autofahrer verursacht tödlichen Motorradunfall

Ein tödlicher Motorradunfall hat sich am Mittwochabend bei Stegen ereignet.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Tödlicher Motorradunfall zwischen Eching und Inning. Ein betrunkener Autofahrer übersieht einen Motorradfahrer. Für den 23-Jährigen kommt jede Hilfe zu spät.

Auf der Begleitstrecke der A96 hat sich am Mittwochabend zwischen Eching und Inning bei Stegen ein tödlicher Motorradunfall ereignet. Der Verursacher war laut Polizeiangaben alkoholisiert. Wie die Polizei mitteilt, war ein 23 Jahre alter Gilchinger mit zwei Freunden auf Motorradtour unterwegs. Gegen 19.50 Uhr fuhr das Trio auf der Begleitstrecke der A96 von Eching kommend in Richtung Inning. An der Einmündung zur Landsberger Straße in Stegen wollte ein 44-jähriger Kottgeiseringer mit seinem Pkw nach links auf die Staatsstraße einbiegen und übersah vermutlich den 23-Jährigen, der vor seinen Freunden fuhr. Der Motorradfahrer stieß mit so großer Wucht in die linke Seite des Pkw, dass dieser gegen einen am Fahrbahnrand geparkten Wagen geschoben wurde.

Der Verursacher muss seinen Führerschein abgeben

Der 23-jährige Motorradfahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die beiden Insassen des Autos blieben unverletzt. Da ein Atemalkoholtest beim Unfallverursacher positiv verlief, musste er zur Blutentnahme. Der Führerschein des 44-Jährigen wurde von der Polizei beschlagnahmt. Zum genauen Alkoholwert äußerte sich die Polizei nicht, da es sich um ein laufendes Strafverfahren handle. Die zwei befreundeten Männer des Motorradfahrers wurden vor Ort durch ein Kriseninterventionsteam betreut.

Ein unfallanalytisches Gutachten wurde durchgeführt, die nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge wurden sichergestellt und abgeschleppt. Die Unfallstelle musste für rund fünf Stunden mit Unterstützung der Feuerwehr gesperrt werden. Es entstand ein Sachschaden von etwa 20.000 Euro an den drei Fahrzeugen. (lt)

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

05.09.2019

Ich finde es immer komisch wenn über einen schrecklichen Tod berichtet wird und dann am Ende die Schadenssumme in Euro als Abschluss steht.

Permalink
05.09.2019

Ich auch, ich habe diesbezüglich schon so viele Leserbriefe geschrieben, seit Jahren und zynisch auch noch die fehlende Umsatzsteuer-Angabe moniert. Aber man beklagt die Verrohung der Gesellschaft. Wenn Unfallberichte so in der Journalismusausbildung gelehrt werden, dann ist doch dort schon die Ursache der Verrohung. Bei einem Todesfall ist das mehr als ein Schlag ins Gesicht der Angehörigen. Ich wünschen diesen sehr viel Kraft und Gottes Segen, den Tod des Jungen einigermaßen zu verkraften.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren