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23.07.2016

Brodmerkel-Stiftung

Nach seinem langjährigen sozialen Engagement als Vorsitzender des Lions Hilfswerkes und der Brodmerkel-Stiftung übergibt Waldemar Mikulcik beide Ämter an seinen Nachfolger Dr. Gerhard Gaudlitz. Foto: Ludwig Herold

„Beide Ämter haben sehr viel Zeit gekostet. Aber für die Menschen in Not habe ich die Arbeit immer gerne getan.“ Waldemar Mikulcik, der sich mit diesen Worten von seinen Vorstandsämtern verabschiedet, hinterlässt tiefe, aber weithin unverkennbare Spuren, wenn finanzielle und materielle Hilfen für Bedürftige gefragt sind: Seit 2001 führte er das Lions Hilfswerk Landsberg und ab 2007 verwaltete er hauptverantwortlich die Brodmerkel-Stiftung Utting. Sein Nachfolger ist der frühere Landsberger Forstdirektor Dr. Gerhard Gaudlitz.

In Stadt und Landkreis Landsberg bekannt wurde Waldemar Mikulcik aber schon ab 1995 als Organisator der alljährlichen Benefizkonzerte der Bundeswehr-Musikkorps im Sportzentrum Landsberg. Als Initiator großer Hilfsprojekte engagierte er sich auch von 1998 bis 2002: Zunächst für das Spital und Pflegeheim Laslea in Rumänien, wo er dafür sorgte, dass dort die Menschen mit dringend notwendigen Medikamenten und Sanitärmaterial, aber auch Kleidung versorgt wurden. Zwischen 2001 und 2002 organisierte er die Überführung und Installation einer gebrauchten Röntgenanlage des Gesundheitsamtes Landsberg in das Spital Polozk in Weißrussland. Dort wurden nicht nur die von dem Reaktorunfall Tschernobyl betroffenen Kinder behandelt. Auch erhielten die Krankenhaus-Mitarbeiter an der Röntgenanlage ihre fachliche Ausbildung.

2003 plante und organisierte der scheidende Vorsitzende des Lions Hilfswerkes ein Besuchsprogramm für die New Yorker Feuerwehrleute. Der Grund: Die beim Terroranschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 eingesetzten und überlebenden Brandschützer, so Mikulcik, „sollten damit bei ihren Feuerwehr-Kollegen Landsberg, Dießen und Fürstenfeldbruck einen dankbaren und anerkennenden Ausgleich ihrer lebensgefährlichen Arbeit erfahren“.

Von 2006 bis 2009 leitete Mikulcik zusammen mit dem befreundeten Kinoeigentümer Rudolf Gilk und Helfern des Lions Club auch das von ihm initiierte Nikolaus-Kinoerlebnis für behinderte Kinder aus Heimen sowie Kinder aus sozial schwachen Elternhäusern. Mikulcik: „Diese seitdem alljährliche Veranstaltung erfreut sich bei den Kindern noch heute großer Beliebtheit.“ Als Vorsitzender der Brodmerkel-Stiftung („Eine echte Lions-Stiftung“) unterstützte Mikulcik ab 2007 notleidende Bürger aus dem Landkreis Landsberg mit bisher rund 400000 Euro. Und für die „Kartei der Not“, dem Leserhilfswerk der Augsburger Allgemeinen und ihren Heimatzeitungen, wurden bis heute rund 57 000 Euro gespendet. Auf seinen Vorschlag übernahm der Lions Club Landsberg 2012 auch die Patenschaft für die Wolfgang-Kubelka-Realschule Schondorf. Für diese Patenschaft wird seither mit jährlich eintausend Euro ausgelobt, wofür sozial engagierte Schüler ausgezeichnet werden.

Auf die Frage: „Was treibt einen Menschen an, sich über viele Jahre hinweg gemeinnützig zu engagieren?“ antwortete Mikulcik: „Es ist die Dankbarkeit dafür, dass es einem gut geht, und dass man dafür einen Teil zurückgeben kann an Menschen, denen es nicht so gut geht. Das zu tun fühlte ich mich verpflichtet, aber auch meine liebe Frau, die mich darin immer unterstützt hat. Ebenso meine Kinder.“

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