Newsticker
Italien verschärft Corona-Maßnahmen in einigen Regionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Brudergasse: Es ist kompliziert

Brudergasse: Es ist kompliziert

Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
03.01.2019

Können sich die Beteiligten im Fall des Wohnbauprojekts in der Landsberger Brudergasse einigen? LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger beleuchtet die Entwicklungen.

Es geht weiter in Sachen Brudergasse. Auch wenn jede Insolvenz sehr bitter ist: Wichtig für alle Gläubiger ist jetzt vor allem, dass das Insolvenzverfahren überhaupt eröffnet werden konnte. Jetzt kann man nur hoffen, dass sich die Beteiligten einigen können.

Es war und ist eine lange Phase der Ungewissheit, vor allem für die Käufer der Wohnungen. Ein Insolvenzverwalter prüft jetzt alle Forderungen, und das Verfahren läuft weiter. Auch wenn dieses Verfahren jetzt wieder viel Zeit braucht – es ist ein Schritt voran.

Für die Käufer ist es schon lange ein eigentlich untragbarer Zustand. Sie haben etwas erworben, um es schnell bewohnen oder vermieten zu können, und nicht, um jahrelang darauf zu warten, ihre Häuser nutzen zu können.

Der Fall ist sehr kompliziert

Als erster Einzugstermin war 2016 angedacht. In der Zwischenzeit sind bereits zwei Familien in die nicht fertigen Häuser gezogen und leben dort unter nicht ganz einfachen Bedingungen. Interessant ist auch, warum das Insolvenzverfahren über ein Straubinger Gericht läuft. Denn alle Beteiligten – so glaubten viele – sind ja eigentlich in Landsberg beheimatet. Doch der Geschäftsführer lebt nicht in Landsberg. Er war bei dem ganzen Bau allerdings nie stark aktiv gewesen, sondern sein Bruder, dessen Firma nun auch in einem Insolvenzverfahren ist. Komplizierter geht es also eigentlich nicht.

Wie es nun weitergeht? Ebenfalls kompliziert. Alle Beteiligten, auch die Bank, hoffen darauf, dass es eine differenzierte Abwicklung gibt. Doch ist das überhaupt möglich? Gibt es eventuell einen neuen Investor oder muss die VR-Bank Landsberg-Ammersee nun retten, was noch zu retten ist? Die Käufer hoffen darauf. Einige wollen einfach nur ihr Geld wieder (das dürfte am einfachsten sein), andere wollen die (nicht so ganz fertiggestellten) Häuser behalten und hoffen auf eine Fertigstellung. Es bleibt also weiter vieles offen. Bank und Käufer müssen sich einigen, da führt kein Weg dran vorbei.

Lesen Sie den Artikel zum Thema: Brudergasse: Wie geht es weiter?

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren