Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder will Corona-Regeln in Kommunen an Grenzwerte koppeln
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Bücher lesen statt Anträge bearbeiten

25.06.2009

Bücher lesen statt Anträge bearbeiten

Landsberg (kus-) - Jetzt hat er Zeit, sich um seine Familie zu kümmern, besonders um seine Enkelkinder. Und um zu reisen. "Außerdem will ich mindestens 1000 Bücher lesen", sagte Walter Fischl, ehemaliger Leiter des Landsberger Jobcenters. Ende Mai verabschiedete sich der 60-Jährige nach 45 Jahren vom aktiven Dienst in den Vorruhestand. Am Mittwoch wurde er offiziell von seinen Kollegen im Landratsamt verabschiedet.

"Der richtige Mann an der richtigen Stelle"

Landrat Walter Eichner dankte Fischl für die stets kollegiale Zusammenarbeit. Er sehe die Versetzung in den Ruhestand mit dem berühmten lachenden und dem weinenden Auge. Denn mit Fischl verliere der Landkreis einen qualifizierten und engagierten, gestandenen Bayerischen Behördenchef. Diesen habe er zumindest seit 2005 als Leiter des Jobcenters verkörpert.

Eichner sei damals sehr froh und erleichtert gewesen, als er erfuhr, wer die Geschäftsführung für das Jobcenter übernehmen werde. "Ich dachte mir: Da haben wir den richtigen Mann an der richtigen Stelle." Besonders in den ersten Wochen habe es Schwierigkeiten geben, da quasi übernacht eine neue Behörde entstanden sei. Doch Fischl habe die Situation durch sein organisatorisches Talent bravourös gemeistert. Ferdinand Pilzweger, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Weilheim, beschrieb Fischl in seiner Rede als einen Mann mit Hang zu exotischen Sachgebieten. "Er blieb aber bis zu seinem Ruhestand beim selben Arbeitgeber, obwohl es durchaus Abwanderungstendenzen gegeben hat", so Pilzweger. Walter Fischl hat in den vergangenen Jahren in verschiedenen Abteilungen gearbeitet, war unter anderem Verwaltungsleiter bei der Agentur für Arbeit in Weilheim.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Nachfolger ist noch unklar

Walter Fischl bedankte sich bei seinen Kolleginnen und Kollegen mit einer abgewandelten Formulierung des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki: "Ich nehme diesen Preis an." Das Erfolgsmodell des Landsberger Jobcenters sei nur durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Mitarbeiter möglich gewesen.

Wer in Zukunft Leiter des Jobcenters wird, sei noch unklar. "Diese Entscheidung wird von anderen getroffen", so Fischl.

Derzeit hat Johann Nebauer, Fischls früherer Stellvertreter, diese Aufgabe vorübergehend übernommen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren