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Versammlung

27.01.2015

Bürger wollen bauen

Ellighofen von Erpfting aus gesehen. Am Nordrand des Dorfes wurden vor mehreren Jahren Bauplätze ausgewiesen. Geht es nach einigen Bürgern, sollten nun wieder Baugrundstücke angeboten werden, weil Bedarf bestehe.
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Ellighofen von Erpfting aus gesehen. Am Nordrand des Dorfes wurden vor mehreren Jahren Bauplätze ausgewiesen. Geht es nach einigen Bürgern, sollten nun wieder Baugrundstücke angeboten werden, weil Bedarf bestehe.
Bild: Julian Leitenstorfer

In Ellighofen fehlen Grundstücke. Der Ortssprecher möchte einen Dorfentwicklungsplan erarbeiten

Ganze 424 Einwohner hat das Stadtteil Ellighofen derzeit. Damit es nicht weniger, sondern eher mehr werden, wünschen sich einige Bürger des Ortes die Ausweisung eines neuen Baugebiets. Das wurde jetzt bei der Bürgerversammlung im Brunnenwirt deutlich. Doch die Stadt hat derzeit nichts geplant, wie Oberbürgermeister Mathias Neuner sagte. Er musste auch zu anderen Themen Stellung beziehen: unter anderem zum Winterdienst, zur Spielstraße im Mittelstettener Feld und zum Anruf-Sammeltaxi.

Wie Mathias Neuner bei der Bürgerversammlung sagte, habe es vor vier bis fünf Jahren in Ellighofen keine Nachfrage nach Baugrund gegeben. Doch das hat sich nun offenbar geändert. Ein Bürger führte an, dass es einige junge Erwachsene gebe, die gerne im Ort bauen würden. Es müsse verhindert werden, dass diese abwandern. Ein Bürger sagte, er habe selbst Interesse an einem Grundstück in Ellighofen. Er würde lieber im Dorf bleiben, gebe es aber keinen Baugrund, dann werde er nach Unterdießen wechseln.

Kritisiert wurde auch die Vergabe zweier Bauplätze in der Mittelstettener Straße an einen Bauträger. Eine Privatperson, die Interesse an einem Grundstück gehabt hätte, sei immer wieder vertröstet worden, wie eine Bürgerin sagte. Die Bauplätze seien lange ausgeschrieben gewesen, sagte Rathauschef Mathias Neuner dazu. Es hätten sich keine Einheimischen beworben. Auf die Frage, wann Grundstücke ausgewiesen werden können, sagte Neuner, dies sei kein einfacher Weg. Es müssten erst Flächen gekauft werden, das könne dauern.

Ortssprecher Tobias Schmid regte an, demnächst über die Zukunft des Dorfes grundsätzlich zu reden. Ähnlich wie im Nachbarort Erpfting könnte eine Art Dorfentwicklungsplan entstehen. „Wir können auch in Ellighofen darüber diskutieren, was wir in den nächsten Jahren im Dorf machen wollen.“ Dabei gehe es nicht um einen Bebauungsplan, eher um Soziales, den Klimaschutz, den Nahverkehr, die Nahversorgung oder die Grünordnung.

Ein Thema, dass die Ellighofener jüngst beschäftigte, war der Winterdienst im Ort, den der Bauhof an ein Unternehmen aus Landsberg vergeben hat. Eine Bürgerin kritisierte, dass vor und an Silvester mehrere Tage nicht geräumt worden sei. Oberbürgermeister Mathias Neuner sagte, man habe bereits mit dem Unternehmen gesprochen, das Besserung gelobe. Unserer Zeitung hatte die Firma mitgeteilt, sie habe dem Bauhof angeboten, mehr zu räumen, aber keinen Auftrag erhalten.

Seit Mitte der 1990er-Jahre ist die Straße im Mittelstettener Feld eine Spielstraße. Dafür seien seinerzeit Unterschriften gesammelt worden, allerdings hätten die meisten direkten Anwohner nicht unterschrieben, wie ein Bürger sagte. Nun sei der Ärger groß, weil in einer Spielstraße nicht geparkt werden dürfe. Es seien auch schon einige Strafzettel verteilt worden. „Wir reißen uns nicht darum, parkende Autos in einer Spielstraße aufzuschreiben“, sagte Ernst Müller, der Leiter der Abteilung für öffentliche Sicherheit und Ordnung. Werde man aber von Bürgern angerufen, müsse man aktiv werden. Dass einige Fahrzeuge gegen 23 Uhr mit einem Knöllchen versehen worden seien, könne nicht sein. So lange seien die Mitarbeiter des Ordnungsamtes nicht unterwegs. Wenn überhaupt, habe die Landsberger Polizei die Fahrzeuge aufgeschrieben.

Im vergangenen Jahr nutzten die Ellighofener 249 Mal das Anruf-Sammeltaxi. Diese Zahl hatte Mathias Neuner parat, als Ortssprecher Schmid davon sprach, das Angebot werde nur schwach angenommen. Zuvor hatte Schmids Frau kritisiert, dass das Sammeltaxi zwischen 19.30 und 21.30 Uhr nicht fahre. Gerade für Jugendliche wäre dieser Zeitraum interessant. Das Motto „Fährt kein Bus, fahrt das Anruf-Sammeltaxi“ gelte in Ellighofen nicht, sagte Tobias Schmid. Dies sollte im Stadtrat besprochen werden.

Weiteres Thema der Bürgerversammlung war die Situation des Veteranenvereins. Bei der Generalversammlung hatte der bisherige Vorsitzende seinen Rücktritt erklärt. Derzeit stehe der Verein ohne Nachfolger da. Finde sich kein neuer Vorsitzender, dann müsse der Verein aufgelöst werden, so die Befürchtung eines Bürgers.

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