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28.07.2010

Bürgerforum will aus alter B 17 verkehrsberuhigten Bereich machen

Das Bürgerforum will die alte B 17, wie aus dieser Infobroschüre hervorgeht, verschwenken, um so den Durchgangsverkehr zu reduzieren.

Kaufering Die B 17 alt, die durch Kaufering führt, soll nach Wünschen des Bürgerforums ein verkehrsberuhigter Bereich werden, um den Durchgangsverkehr zu minimieren. Das geht aus einer Pressemitteilung mit dem Titel "Schluss mit dem Durchgangsverkehr in Kaufering: Von der öden B 17-Ortsdurchfahrt zu einem lebendigen Straßenraum" hervor. Nach den bereits vorgestellten Planungen für ein Ortszentrum am Kreuzungspunkt der ehemaligen Bundes- mit der Bayernstraße (LT berichtete) baut diese Planungsidee des Bürgerforums darauf auf.

"Durch die neue B 17 hat die alte Bundesstraße ihre bisherige Verkehrsbedeutung verloren. Im Grunde wird sie nur für den innerörtlichen Verkehr benötigt. Jedoch kann man beobachten, dass der Durchgangsverkehr in den Hauptverkehrszeiten wieder merklich zugenommen hat", heißt es in der Mitteilung." Jetzt sieht das Bürgerforum die historische Chance, "die Weichen für die Zukunft anders und besser zu stellen". Die Kernidee des Bürgerforums auf diesem Weg heißt "Shared space". Zwar gebe es für dieses Konzept keine passende deutsche Übersetzung, jedoch bedeute dies soviel wie "gemeinsam genutzter Raum". "Kennzeichnend für 'shared space' ist, dass die herkömmliche Trennung der Verkehrsräume aufgehoben wird und dass alle Verkehrsteilnehmer - Fußgänger, Radfahrer und motorisierter Verkehr - gleichberechtigt sind", heißt es in der Pressemitteilung. Darin liege keine Benachteiligung der Autofahrer, und der innerörtliche Verkehr könne sich angemessen entfalten. Reduziert werde der unerwünschte Durchgangsverkehr, der auf übergeordnete Straßen verwiesen werde. Weiterer positiver Effekt sei eine gesteigerte Verkehrssicherheit.

Ruhezonen und Spielplätze

Gestaltungsmerkmal eines "shared space" sei, dass auf Verkehrsschildern, Ampeln, Fußgängerüberwege, Verkehrsinseln oder sonstige Barrieren verzichtet wird. Stattdessen soll es platzartige Aufenthalts- und Verkehrsräume geben, die eine Straßenquerung überall möglich machen sollen. Eingebunden werden in das Konzept des "shared space" soll nach Wunsch des Bürgerforums die alte B17 ab der Bayernstraße unter Umständen bis zur Auffahrt im Norden Kauferings. Die Verkehrsführung soll dazu verschwenkt werden, um dadurch den Verkehrsfluss zu bremsen. Mögliche Mittel zur Entschleunigung des Verkehrs könnten dabei laut Bürgerforum Bushaltestellen sein. Ruhezonen, Spielplätze, Wasserflächen, Bänke oder Kleingastronomien würden optische Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Des Weiteren will das Bürgerforum Querungsmöglichkeiten für den Ost-/Westverkehr schaffen, um so die Riegelwirkung der alten B17 aufzulösen. Somit würden sich auch bessere Anbindungen für die Lebensmittelmärkte in der Kolpingstraße bieten.

Durch Minimierung des Durchgangsverkehrs sinke in den Augen des Bürgerforums die Belastung für Anwohner und Schallschutzmaßnahmen wären überflüssig. Dadurch ergebe sich weiterer Raum der bisher "toten" Verkehrsflächen. Nach Ansicht von Forumssprecher Peter Vonnahme halten Bürgermeister und Gemeinderatsmehrheit "hartnäckig an konventionellen Lösungen fest". Das "offizielle" Kaufernig schweige bisher "eisern" zu den Vorschlägen des Bürgerforums. (lt)

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