1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Bürgermeisterwahl: Brenner will Weißenbach herausfordern

Finning

18.09.2019

Bürgermeisterwahl: Brenner will Weißenbach herausfordern

2014 machte Siegried Weißenbach bei der Bürgermeisterwahl in Finning gegen Roland Brenner (rechts) das Rennen. Seit damals sind sie als Erster und Zweiter Bürgermeister im Amt. Jetzt will Brenner den Amtschef erneut herausfordern.
Bild: Renate Greil (Archiv)

In Finning kommt es bei der Kommunalwahl 2020 zur Neuauflage des Duells von 2014. Warum der Vize-Chef den Bürgermeister herausfordern will.

Roland Brenner will in Finning Bürgermeister werden. Bei der jüngsten Finninger Gemeinderatsitzung kündigte Brenner an, bei der kommenden Kommunalwahl im März 2020 erneut gegen Amtsinhaber Siegfried Weißenbach zu kandidieren. Mit der Arbeit von Weißenbach sei er „nicht ganz zufrieden“. Deshalb möchte er sich um das Amt als Bürgermeister bewerben. „So kann es nicht weitergehen“, sagte Brenner, der als Zweiter Bürgermeister auch in die Amtsgeschäfte mit eingebunden ist.

Brenners Ansage im Gemeinderat wurde von allen Gemeinderäten und Siegfried Weißenbach kommentarlos aufgenommen. Bei der Kommunalwahl 2014 hatten Brenner – der 48-jährige Gärtnermeister hat eine eigene Firma – und Weißenbach sich um die Nachfolge von Fritz Haaf beworben. Brenner wurde von der Liste „Wahlgemeinschaft Entraching“ nominiert und erhielt 2014 rund 42 Prozent der Stimmen, für den Gemeinderat kam er bei dieser Liste nur auf den zweiten Platz – mit 826 Stimmen hinter Robert Bleicher.

Schon 2014 traten Weißenbach und Brenner gegeneinander an

Bürgermeister Siegfried Weißenbach – der 55-Jährige arbeitet als Medizintechniker – wurde seinerzeit von den Listen „Dorfgemeinschaft Oberfinning“ und „Ortsteil Unterfinning“ aufgestellt und mit knapp 58 Prozent gewählt. Neben dem Bürgermeister, der nach einem Beschluss vor der Sommerpause in Finning auch weiterhin ehrenamtlich tätig sein wird, werden bei der anstehenden Kommunalwahl im März 2020 auch zwölf Gemeinderäte gewählt.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Welche Listen Weißenbach und Brenner als Bürgermeisterkandidaten normieren werden, ist noch offen. Voraussichtlich werden im November die jeweiligen Aufstellungsversammlungen stattfinden.

In Finning gibt es bislang Ortslisten aus den drei Ortsteilen Entraching, Oberfinning und Unterfinning und keine Parteilisten. Bei der nächsten Wahl wird es eine vierte Liste geben, denn eine weitere Gruppierung hat sich aus dem bürgerschaftlichen Engagement heraus gebildet. Die Liste „Die Finntrachinger“ will eine Liste für alle sein. „Wir gehören zusammen“, so das Motto der neuen Gruppierung, die sich im Internet präsentiert.

Eine dritte Kandidatin steht in Startlöchern

Ob diese Liste einen eigenen Bürgermeisterkandidaten stellen wird, ist noch nicht bekannt. Die Kandidaten wollen sich für „das Gemeinwohl aller engagieren und die Schätze des Dorfs und seiner Landschaft bewahren“. Hinter der Liste stehen beispielsweise Stefan Hülmeyer, Matthias Francke, Andreas Kyeck, Johanna Gruber und Sibylle Reiter.

Auch einige Unterstützer präsentieren sich auf der Website, wie zum Beispiel Sabine Leitner. Sie findet, dass „nicht nur der Bekanntheitsgrad einer Person ausschlaggebend für eine Wahl sein sollte“. Formuliert werden im Internet auch Ziele wie ein Richtungswechsel beim Bauen und Wohnen. Hier soll der Bestand belebt und bei Neubauten über Energie- und platzsparende Konzepte nachgedacht werden.

Aller Voraussicht nach könnte es bei der Kommunalwahl 2020 in Finning noch eine dritte Bürgermeisterkandidatin geben, wie im Ort bereits seit einigen Wochen spekuliert wird.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren