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Landsberg

22.03.2009

CSU will sich den Bürgern noch mehr öffnen

Landsberg - Landrat Walter Eichner möchte, dass sich die CSU noch weiter öffnet. "Machen wir doch die Listen auf für fähige Leute", wiederholte er beim Frühlingsempfang der Landsberger Christsozialen eine Forderung, für die er schon vor Jahren heftige Kritik einstecken musste. Inzwischen sind "Anregungen" dieser Art sogar Programm, und zwar Wahlprogramm, der Anspruch, so der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, dürfe nicht Slogan bleiben, sondern müsse tagtäglich untermauert werden. Auch die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler erzählte von Regionalkonferenzen, die seit Januar abgehalten würden. Die dort eingebrachten Anregungen würden zum Teil Eingang finden in das Europawahl-Programm der CSU, das in Kürze fertiggestellt werde.

Dies war sicherlich Balsam auf die Seele von Landrat Walter Eichner, der von Zeiten erzählte, in denen er und der CSU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Dr. Manfred Rapp "geprügelt" worden seien, für ihre Forderung, fähige Nicht-Parteimitglieder auf der CSU-Liste zu integrieren. Walter Eichner: "Der jetzige Bürgermeister von Dießen zum Beispiel wusste damals doch noch gar nicht, wo seine politische Heimat ist." Jetzt gehört Herbert Kirsch den Freien Wählern an. Und genau die sollte man künftig ebenso wenig unterschätzen wie die FDP. Als Konsequenz müsse man noch einmal näher an die Bürger heran.

Konjunkturprogramm wird nur auf die Abwrackprämie reduziert

Alexander Dobrindt versprach, diese Anregungen von Walter Eichner sehr ernst zu nehmen. Gerade in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise sei dies wichtiger denn je, denn jeder habe erkannt, dass die Krise in der Realität angekommen sei. "Auch in der Region ist die Kurzarbeit inzwischen sehr ausgeprägt." Dennoch dürfen die Auswirkungen des Konjunkturpakets der Regierung nicht unterschätzt werden, das ungerechtfertigter Weise meist nur auf die Abwrackprämie reduziert werde.

CSU will sich den Bürgern noch mehr öffnen

Landsberg bezeichnete er als Paradebeispiel einer Stadt engagierter Bürger, denen man die Chance bieten müsse, sich bei der CSU wohlzufühlen. Zunächst kann sich aber jeder ein Bild über die Arbeit der CSU-Kommunalpolitiker machen. Ortsvorsitzender Harald Reitmeir jedenfalls kündigte für Montag, 6. April, den Auftakt einer neuen Reihe an: den CSU-Montagsstammtisch (20 Uhr, "Zum Mohren").

Für einen heiteren Ausklang des CSU-Frühlingsempfangs sorgte der Kabarettist Wolfgang Krebs alias Dr. Edmund Stoiber. Und der hat einen Traum von einem friedlichen Miteinander in Bayern, "ganz so wie die Landsberger und die Kauferinger".

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