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Region Landsberg

02.10.2020

Chaostag auf der A96: Stau von Wörthsee bis Germering

Massive Behinderungen gab es am Donnerstag auf der A96 in Fahrtrichtung München.
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbol)

Für viele Autofahrer wird der Donnerstag auf der A96 in Fahrtrichtung München zur Geduldsprobe. Mehrere Unfälle sorgen für Staus. Eine Landsbergerin ist beteiligt.

Massives Verkehrschaos hat es fast den ganzen Donnerstag auf der A96 in Richtung München gegeben. Autofahrer mussten viel Geduld mitbringen. Der Grund waren laut Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck mehrere Unfälle.

Schon im morgendlichen Berufsverkehr kurz nach 7 Uhr kam es in der Galerie Germering zu einem Auffahrunfall mit drei Fahrzeugen. Ein Autofahrer aus Kasachstan hatte mit seinem Mietwagen den stockenden Verkehr vor sich zu spät erkannt und schob den Pkw einer Landsbergerin auf den Firmen-Pkw eines 30-Jährigen aus dem Bereich Ulm. Alle Beteiligten waren zunächst unverletzt, die Fahrerin aus Landsberg meldete am Abend leichte Verletzungen. Da die Unfallstelle nicht sofort geräumt werden konnte, kam es sehr schnell zu einem Stau von mehreren Kilometern Länge.

Wegen Bauarbeiten gibt es keinen Standstreifen

Da wegen anhaltender Bauarbeiten in beiden Fahrtrichtungen kein Seitenstreifen zur Verfügung steht, musste die Polizei durch den Baustellenbereich zur Unfallstelle vorrücken. Auch die Abschleppfahrzeuge kamen nur langsam voran, weshalb wiederum auf die Notwendigkeit der Schaffung und Freihaltung der Rettungsgasse hingewiesen wird.

Im Stau blieben einige Pkw liegen, was für zusätzliche Behinderungen sorgte. Zeitweise musste im Tunnel Etterschlag Richtung München Blockabfertigung geschaltet werden, damit keine Fahrzeuge im Tunnel stehen. Gegen 10 Uhr hatte sich der Verkehr größtenteils normalisiert, doch schon gegen 12.30 Uhr kam es wieder zu einem Unfall mit starken Behinderungen Richtung München.

Bei weiteren Unfällen läuft Öl aus

Der Fahrer eines Kleintransporters aus Erding fuhr infolge zu geringen Sicherheitsabstands auf den Transporter eines Aichachers, schob diesen auf den davor fahrenden Wagen einer Frau aus Starnberg. Ihr Auto wurde auf das eines Gilchingers geschoben. Der Verursacher und die Frau wurden zur Untersuchung in Kliniken eingeliefert, waren aber nur leicht verletzt.

Es entstand Schaden von insgesamt rund 30.000 Euro. Da beim Kleintransporter Öl ausgelaufen war, musste eine Spezialreinigung durch eine beauftragte Firma der Autobahnmeisterei Inning vorgenommen werden, weshalb es auch nach Räumung der Unfallstelle immer wieder zu Teilsperrungen kam. Als die Reinigung abgeschlossen war, ereignete sich gegen 17 Uhr ein weiterer Unfall mit starker Verunreinigung der Fahrbahn, weshalb erneut gereinigt werden musste.

Ein Tunnel muss immer wieder gesperrt werden

In diesen Auffahrunfall waren drei Fahrzeuge verwickelt. Die Verursacherin und ihre beiden Kinder wurden zur Untersuchung in eine Klinik gebracht, wo aber nur leichte Prellungen festgestellt wurden. Auch weil dabei Öl ausgelaufen war, musste die Spezialmaschine einige Hundert Meter zur neuen Unfallstelle zurücksetzen. Der Stau reichte in Kürze zurück bis zur Anschlussstelle Wörthsee, weshalb von Feuerwehr und Autobahnmeisterei eine Ausleitung eingerichtet wurde.

Die Räumung und Reinigung dauerte bis 18.30 Uhr, die Auflösung des Staus zog sich noch bis 19 Uhr hin, zumal im Stau wieder zwei Pkw liegen geblieben waren, einer davon im Baustellenbereich vor Oberpfaffenhofen, was wegen fehlendem Seitenstreifen zum Ausfall einer Fahrspur führte und zu weiteren Stauungen bis zum Tunnel Etterschlag, wo wieder Blockabfertigung erforderlich wurde. Gänzlich entspannt hatte sich die Verkehrslage erst nach 20 Uhr.

Neben drei Streifen der Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck waren die Autobahnmeisterei Inning sowie mehrere Feuerwehren eingesetzt. (lt)

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