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Chöre brauchen neue Ansätze

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Kommentar Von Christian Mühlhause
29.04.2019

Nach mehr als 100 Jahren löst sich der Männergesangverein Hofstetten auf. Warum die Chorlandschaft dringend neue Strukturen braucht - ein Kommentar von LT-Redakteur Christian Mühlhause.

Musik gehört einfach zum Leben dazu. Fast jeder hat eine Lieblingsband oder einen Lieblingssänger, dessen Lieder er oder sie auswendig kennt und begeistert mitsingt. Den Chören im Landkreis gelingt es aber nur selten, von der positiven Ausgangslage zu profitieren – im Gegenteil, es gibt viele Probleme.

Der Nachwuchs fehlt, es ist zunehmend schwieriger, einen Chorleiter zu finden und auch das Interesse, im Vereinsvorstand mitzuarbeiten, hält sich in Grenzen. Angebote wie das offene Singen oder das sogenannte Rudelsingen sind zwar nette Angebote. Um dem Zuhörer aber eine gewisse künstlerische Qualität anbieten zu können, geht es aber nicht ohne regelmäßiges Üben in langfristig angelegten Strukturen.

Vielleicht sollten die Sänger mal zu den Musikern schauen? Bläserklassen findet man an mehreren Schulen in der Region. Warum nicht auch Sängerklassen? Oder wie wäre es mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, bei denen Menschen erreicht werden? Ein Flashmob auf dem Landsberger Hauptplatz wäre doch mal eine Idee und anschließend werden Flyer verteilt, die auf den Chorverband hinweisen. Neue Ansätze müssen her, wenn die Tradition nicht aussterben soll.

Lesen Sie den Artikel zum Kommentar: Nach 115 Jahren ist der Männerchor Geschichte

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