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Kabarett

25.02.2019

Chris Boettcher und die Promis

Der Kabarettist Chris Boettcher sorgte bei seinem Auftritt in der Mittelschule in Landsberg für etliche Lacher.
Bild: Thorsten Jordan

Beim Auftritt in der Mittelschule wird viel gelacht. Und wertvolle Tipps für das Publikum gibt es auch noch

Einige Promis waren in der Aula der Mittelschule zu Gast: von Udo Lindenberg über Boris Becker bis hin zu Edmund Stoiber. Zumindest konnte man das meinen, wenn man die Augen geschlossen hielt. Chris Boettcher parodierte sie und sorgte für Lachanfälle in der „Wahlheimat von Uli Hoeneß“, der einst im Landsberger Gefängnis eine Haftstrafe absitzen musste.

Mühelos packte Chris Boettcher aktuelle Ereignisse in bekannte Melodien. So war zum Beispiel in „Skandal im Sperrbezirk“ von Frank Ribérys Steak in Goldpanade die Rede. Auch die politische Weltbühne war mit „Sextrump“ (anstatt „Sexbomb“) oder „Ich schoss noch niemals auf New York“, gesungen von Kim Jong-un, vertreten. Und während amerikanische Präsidenten für ihre Affären bekannt seien, stoße bei Merkel „Erotik auf Raute, keiner traut sich ran“.

Auch auf Fernsehsendungen warf Boettcher einen komödiantischen Blick. Neben dem Silikon-Endlager „Adam und Eva“ heiße es bei Shoppingqueen: „Guido, ich hab’ nix anzuziehen!“ „Auf das Fußballerspecial im Dschungelcamp warte ich ja immer noch“, so Boettcher. Einfach mal aus allen Zwängen fliehen, das ist immer wieder Thema im Programm „Freischwimmer“. Von den geheimen Träumen der Stars bis hin zum Diätenwahnsinn unterlegt er seine gereimten Texte mit Rhythmen und Melodien, die das Publikum zum Mitmachen zwingen.

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Skurrile Entdeckungen des Alltags wie der Hundebeutel als modisches Accessoire für Hundebesitzer oder absurde Namen für Duschgels sorgten für Lacher. Und wer Texte von Herbert Grönemeyer oder Andreas Gabalier genauer untersucht, erkenne schnell, dass „die Grenze von der Volksmusik zum Wahnsinn fließend verläuft“. Beim Thema Kinder gab es nicht nur lustige Vergleiche zwischen Kindheit und Pubertät, sondern auch noch interessante Einblicke in das Liebesleben der Eltern mit Kindern im Haus. Neben einer Fortbildung in Jugendsprache hatte Chris Boettcher vor allem einen Tipp: „Gib deine Kinder nicht zur Oma!“ Erziehung könne man sich bei so vielen Freiheiten nämlich sparen.

Nach Ohrwürmern am laufenden Band durften natürlich auch die bekanntesten Songs Chris Boettchers, „Zehn Meter gehen“ und „Bockfotzngsicht“, nicht fehlen. Die beiden Zugaben samt Abschlusssong mit allen parodierten Promis hintereinander zeigten, wie gut dem Landsberger Publikum dieser Abend gefallen hat. (thme)

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