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Fuchstal

28.02.2017

Comeback im Fuchstal nach nur einem Jahr

Den Schwank „Nur Zoff mit dem Stoff“ bringt der Theaterverein Asch-Leeder-Seestall im März zur Aufführung. Nach ihrem Rücktritt im Vorjahr doch wieder mit dabei ist Christina Süß (3. von rechts).
Bild: Andreas Hoehne

Christina Süß ist wieder auf der Theaterbühne. Tradition begann vor 130 Jahren in Asch.

Nur ein einziges Jahr befand sich Christina Süß im selbstgewählten Theaterruhestand, nun steht sie im März mit „Nur Zoff mit dem Stoff“ doch wieder auf der Bühne. Gleichzeitig feiern die Spieler aus dem Fuchstal heuer ein besonderes Jubiläum. Denn vor 130 Jahren, im Jahr 1887, wurde die Theatergesellschaft Asch gegründet, der Vorgänger des heutigen Theatervereins Asch-Leeder-Seestall.

Auskunft über die Theatergeschichte in Asch gibt lediglich ein Protokollbuch, das sich im Besitz des langjährigen Theaterspielers und Spielleiters Alois Schmid befindet. So wurden in der Anfangszeit Stücke wie „Die Tochter des Regiments“ und „Die heilige Barbara aufgeführt. 1909 erfolgte ein Namenswechsel in Theaterverein Asch. Im Jahr 1922 wirkten an den sechs Darbietungen des „Schmied von Kochel“ in der Befreiungshalle 22 Spieler und zehn weitere Helfer mit, ein Jahr später musste in den Inflationszeiten für ein „Eintrittsbillettblatt“ 150 Mark hingelegt werden. 1923 wurde nicht nur ein eigenes Klavier gekauft sondern auch „Teure Heimat oder Opfer der Fremdenlegion“ aufgeführt.

Aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg überliefert sind das Stück „Der Pfannenflickersepp“ oder das Singspiel „Der Postillon von Rodendorf“. Dabei hatte, so erinnerte sich Alois Schmid, zur Gestaltung des Bühnenbildes im Saal des Gasthauses „Eichel“ mit Erwin Baudisch ein Kunstmaler mitgewirkt. Seinerzeit kamen die Zuschauer sogar mit Bussen nach Asch. Der letzte Beleg des alten Verein stammt aus dem Jahr 1961. Bei der Jahresversammlung wurde festgestellt, „dass wohl das Fernsehen ebenso wie die schnelllebige Zeit überhaupt dem Theaterverein einen großen Rückschlag brachte“. „Alle weiteren Erinnerungsstücke wie etwa Fotografien fielen übrigens einem Wasserschaden im Theaterlager zum Opfer.

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Im April 1984 wurde auch auf Betreiben von Alois Schmid der Theaterverein „Asch-Leeder“ neu gegründet, der 1992 dann noch auf Grund der Spieler aus dem Lechort den Zusatz Seestall erhielt. Von Anfang an bis 2015 stand dann Christina Süß mit auf der Bühne, 20 Jahre war sie zudem Vorsitzende des Vereins. Im März 2016 wurde sie zusammen mit Benedikt Hohenadl verabschiedet. Sie komme sich nun schon etwas komisch vor, meint Süß zu ihrem schnellen Comeback, und eigentlich wollte sie wirklich nicht mehr. Doch Umstand war, dass Hildegard Schwarzfischer, die ähnlich wie sie die Rolle der streitbaren älteren Dame mimt, aus beruflichen Gründen absagen müsste.

So habe man ihr in der Versammlung mehr oder weniger die Pistole auf die Brust gesetzt, erklärt Süß weiter. Ein Vorteil sei auch, dass sie nicht mehr Vorsitzende sei und sich so ganz auf ihre Rolle konzentrieren könne. Die neue Vereinsleiterin Nicole Wiedemann konnte neben der Rückkehrerin zudem zwei echte Neuzugänge begrüßen, nämlich Anne Kustermann und Christopher Pohl, der schon in Schwifting Theater gespielt hatte. Seit längerer Zeit wieder einmal dabei ist Doris Wiedemann.

Theater im März

„Nur Zoff mit dem Stoff“ heißt der Dreiakter von Bernd Gombold, den der Theaterverein Asch-Leeder-Seestall mit Spielleiter Anton Weinholzner auf der Bühne des Luitpoldsaals in Leeder aufführt. Spieltage sind die Freitage 17. und 24. März und die Samstage 18. und 25. März jeweils ab 20 Uhr. Lediglich am Sonntag, 26. März beginnt man bereits um 19 Uhr. Karten können in der Zeit von 8 Uhr bis 19.30 Uhr bei Doris Wiedemann (Telefon 08243/99 35 170) vorbestellt werden.

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