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Landsberg

22.03.2020

Corona: Die Landsberger halten sich an die Ausgangsbeschränkungen

Welch ein Unterschied zum Sonntag vor einer Woche: Auf dem Peter-Dörfler-Weg war in Landsberg kurz vor Mittag niemand zu sehen.
Bild: Thorsten Jordan

Die wegen der Corona-Krise verhängten Maßregeln zeigen Wirkung. Alles ruhig, sagt die Polizei in Landsberg und Dießen. Das Wetter tut dazu sein Übriges.

Es ist wirklich still geworden auf den Straßen und Plätzen in Stadt und Land. Am zweiten Tag der Ausgangsbeschränkungen hieß es von den Polizeiinspektionen in Landsberg und Dießen, dass alles ruhig sei und nichts Auffälliges passiert sei. Am Freitag ging die Polizei vorerst letztmals gegen eine Zusammenkunft mehrerer Personen vor.

Wie die Dießener Inspektion meldete, wurde in Utting eine Party aufgelöst. Sechs junge Männer zwischen 20 und 26 Jahren hatten am frühen Freitagabend am „Sonnendachl“ gefeiert. Die Männer zeigten sich der Mitteilung zufolge einsichtig und entfernten sich.

Die Polizei bekommt viele Anfragen

Danach tat sich polizeilich nicht mehr viel. „Wir bekommen hauptsächlich telefonisch Anfragen, was man darf und was man nicht darf“, sagte am Sonntag ein Sprecher der Landsberger Polizei.

Corona: Die Landsberger halten sich an die Ausgangsbeschränkungen

Was in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen noch möglich ist und was nicht, lesen Sie hier: Antworten auf Leserfragen: Darf ich meinen Partner noch besuchen?

Weiters werde durch Verkehrskontrollen stichpunktartig überwacht, wohin die Leute fahren, „das ist aber alles noch ganz weich“, versicherte der Sprecher. In der Stadt patrouillierte auch die Sicherheitswacht. Sie dürfte jedoch nur wenigen Passanten begegnet sein. Die Stadt war weitgehend menschenleer. Deshalb beendete die Sicherheitswacht ihren Dienst auch etwas früher. Der Autoverkehr sei stark zurückgegangen, ebenso die Zahl der Unfälle, so die Polizei weiter.

Das kühle Wetter lockt nicht nach draußen

Auch Vorfälle mit Betrunkenen oder Ruhestörungen seien kaum mehr ein Thema. Die Menschen verhielten sich vernünftig, so der Polizeisprecher weiter. Dazu komme, dass das Wetter mit Regen, Wind, Schnee und Kälte seit dem Freitagabend nicht gerade dazu verleite, nach draußen zu gehen. „Da wollen die Leute lieber am Sonntag vor ihrem Kachelofen bleiben.“ Erst als am Sonntagmittag die Sonne hervorkam, sah man wieder vereinzelt Menschen auf der Straße. Spazierengehen ist ja bislang erlaubt.

Ausreißer kann es freilich trotz Corona-Ausnahmezustand geben. Am Sonntag um 0.55 Uhr musste eine Streife einen 32-jährigen Mann in Geltendorf zur Räson bringen. Sein Vermieter hatte sich über dessen laute Musik beschwert, berichtet die Polizei. Die Beamten forderten den Ruhestörer auf, die Musik leiser zu stellen. Der Mann wurde zunehmend aggressiver, beleidigte die Polizisten und bespuckte einen 57-jährigen Beamten.

Lesen Sie dazu den Kommentar von Gerald Modlinger: Doppelte Sorge in der Corona-Krise

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