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Landkreis Landsberg

30.10.2020

Corona: Klinikum Landsberg trifft harte Entscheidung

Im Corona-Testzentrum in Penzing wurden zuletzt täglich weit über 100 Tests durchgeführt.
Bild: Thorsten Jordan (Symbolfoto)

Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Landsberg steigen. Das Klinikum reagiert mit weiteren Einschnitten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz (Infizierte auf 100.000 Personen gerechnet) im Landkreis Landsberg ist erneut leicht gesunken. Am Donnerstag hatte der Wert noch 85,6 betragen, am Freitag (0 Uhr) lag er bei 84,0. Im Landratsamt geht man aber davon aus, dass der Wert über das Wochenende ansteigen und die kritische Marke von 100 erreichen wird. Das Landsberger Klinikum reagiert ab Montag auf die steigenden Infektionszahlen mit weiteren Einschnitten.

Von Donnerstag auf Freitag ist die Zahl der positiv auf das Coronavirus Getesteten, die sich in Quarantäne befinden, laut Landratsamt von 130 auf 160 angestiegen. Einen deutlichen Rückgang gab es dagegen bei den Kontaktpersonen ersten Grades, die in häuslicher Quarantäne sind – von 897 auf 774. Allerdings geht man im Landratsamt und im Gesundheitsamt davon aus, dass die Corona-Fallzahlen, und damit auch der Inzidenz-Wert, am Wochenende wieder ansteigen, wie Wolfgang Müller, der Pressesprecher des Landratsamts auf Nachfrage sagt.

Das Landsberger Klinikum reagiert auf die steigenden Infektionszahlen.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Sollte die Corona-Ampel im Landkreis Landsberg auf Dunkelrot schalten, gelten am Folgetag verschärfte Corona-Regeln. Sie kommen allerdings nur infrage, wenn der Inzidenzwert von 100 bereits am Samstag überschritten wird. Sollte dies am Sonntag der Fall sein, ist laut Müller eine Verschärfung der Regeln nicht mehr notwendig, weil ab Montag der „Lockdown light“ gilt. Corona-Regeln, wie die Maskenpflicht auf stark frequentierten Plätzen und Straßen, gelten weiterhin. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 gilt unter anderem in der Gastronomie eine Sperrstunde ab 21 Uhr und bei privaten Feiern wie Hochzeiten und Geburtstage eine Beschränkung auf maximal fünf Personen oder zwei Hausstände.

Das Klinikum in Landsberg reagiert auf die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen mit einem absoluten Besuchsverbot – zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter, wie es in einer Pressemeldung heißt. Das Besuchsverbot gelte ab Montag, 2. November. Der Klinikleitung sei bewusst, dass dieses Besuchsverbot für Patienten und Angehörige eine erhebliche Einschränkung der sozialen Kontakte und persönlichen Fürsorge bedeutet, dennoch sei diese Maßnahme vor dem Hintergrund der derzeitigen dynamischen Entwicklung der Infektionszahlen und der zunehmenden Belastung des Gesundheitssystems unvermeidlich.

Im Landsberger Klinikum gelten strikte Hygieneregeln

Ausnahmen dieses Besuchsverbots sind: Patienten am Ende ihres Lebens (Palliativpatienten, Sterbende); Wöchnerinnen und Kinder (sie können Montag bis Freitag von 8.30 bis 19 Uhr und an Samstagen, Sonntag und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr besucht werden. Patienten besuchen dürfen Ehe- und Lebenspartner in der Geburtshilfe, Eltern in der Kinder- und Jugendmedizin, enge Angehörige in der Begleitung Sterbender. Nur gesunde Personen ohne Infektionsverdacht dürfen das Klinikum betreten. Vor dem Besuch erfolge eine schriftliche Registrierung und ein Gesundheitscheck. Zudem gelten laut Klinikum strikte Hygieneregeln: Überall Mund-Nasen-Schutz, ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern und Hände desinfizieren beim Betreten und Verlassen des Gebäudes.

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