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Landkreis Landsberg

24.07.2020

Corona-Test: 38 Menschen warten in Penzing noch immer auf die Ergebnisse

Verwaist ist seit Mittwochabend die Asylbewerberunterkunft in Geltendorf. Alle Bewohner sind jetzt im Pandemiezentrum in Penzing.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Ein Asylbewerber aus der Geltendorfer Unterkunft hat sich mit Corona infiziert. Die Unterkunft ist geräumt, alle 39 Bewohner sind jetzt im Pandemiezentrum in Penzing untergebracht.

Noch immer warten im Pandemiezentrum in Penzing 38 Asylbewerber auf ihre Corona-Testergebnisse. Dabei war man im Landratsamt davon ausgegangen, dass innerhalb von 24 Stunden klar sei, wie viele Infizierte unter ihnen sind. Wie lange sie dort bleiben müssen und wie es weiter geht – das Landsberger Tagblatt hat nachgefragt.

Wie berichtet, waren sie und eine weitere, bereits positiv getestete Person am Mittwochabend aus der Gemeinschaftsunterkunft in Geltendorf mit dem Bus nach Penzing gebracht worden. Nicht zum ersten Mal steht die Unterkunft in Geltendorf damit im Fokus der Corona-Pandemie.

Vorerst sind alle Bewohner der Geltendorfer Asylbewerberunterkunft erst einmal im Pandemiezentrum in Penzing untergebracht, wie das Landsberger Tagblatt auf Nachfrage im Landratsamt von Pressesprecherin Anna Diem-Sickinger erfuhr. „Die Testergebnisse sind noch nicht da“, sagte Diem-Sickinger am Freitagmittag. Das könne durchaus bedeuten, dass die Betroffenen über das Wochenende im Pandemiezentrum bleiben müssen.

Corona-Test:  38 Menschen warten in Penzing noch immer auf die Ergebnisse

Polizei muss bei der Abholung nicht eingreifen

Die Abholung der Asylbewerber in Geltendorf war nach Angaben der Landsberger Polizei ruhig und unproblematisch vonstattengegangen. Zwar sei eine Einheit vor Ort gewesen, eingreifen musste aber niemand. Ende April war die Polizei schon einmal im Einsatz in der Asylunterkunft in Geltendorf. Damals waren mindestens zwei von seinerzeit 46 dort untergebrachten jungen Männern positiv auf das Virus getestet worden und sollten innerhalb der Unterkunft in Quarantäne genommen werden. Diese Nachricht hatten die Betroffenen allerdings nicht einfach hinnehmen wollen, sondern hatten die Außendienstmitarbeiter des Landratsamts, die die Nachricht überbrachten, verbal bedroht. Daraufhin hatten die Mitarbeiter die Polizei gerufen, die mit vier Streifenbesatzungen nach Geltendorf fuhr. Am Mittwochabend war nach Angaben der Polizeiinspektion Landsberg nur eine „geschlossene Einheit“ vor Ort.

Betrieb im Panedmiezentrum läuft wieder

Im April hatte es von Seiten des Landratsamts geheißen, dass man – für den Fall, dass sich Bewohner einer Asylunterkunft mit dem Coronavirus anstecken und nicht isoliert werden könnten – nach Räumen suche, in die Infizierte und Kontaktpersonen gebracht werden könnten. Auf solche Räume konnte das Landratsamt im aktuellen Fall zurückgreifen, denn seit Mai gibt es im Landkreis das Pandemiezentrum in Penzing. Seit 1. Juli befand sich dieses im „Stand-by-Modus“. Am Mittwochabend wurde der Betrieb dort mit der Unterbringung der 39 Personen wieder aufgenommen.

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