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Landkreis Landsberg

26.10.2020

Corona-Zahlen im Kreis Landsberg stabil, aber das Landratsamt rüstet auf

Die Corona-Infektionszahlen im Landkreis Landsberg sind nahezu unverändert.
Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Plus Hunderte Menschen sind im Kreis Landsberg derzeit in Quarantäne. Angesichts der Corona-Infektionszahlen ergreift das Landratsamt weitere Maßnahmen. Heftige Nachrichten aus einer Nachbarklinik.

Die Corona-Ampel ist im Landkreis Landsberg unverändert auf Rot: Stand Montag liegt die Sieben-Tage-Inzidenz (Infizierte auf 100.000 Personen) unverändert bei 67,3 Fällen. Mittlerweile rüstet das Landratsamt im Pandemiezentrum auf dem ehemaligen Penzinger Fliegerhorst kräftig auf.

In Penzing ist nicht nur die Teststrecke aufgebaut, dort hat auch das sogenannte CTT seinen Sitz. Das Corona-Tracing-Team kümmert sich darum, die Infektionsketten nachzuverfolgen und Kontaktpersonen ersten Grades zu verständigen. „Die Belastung ist derzeit extrem hoch. Wir haben 20 Mitarbeiter im Schichtbetrieb und es geht zum Teil bis 23 Uhr“, sagt Wolfgang Müller, der Pressesprecher des Landratsamtes.

Am Samstag wurde auf dem Hellmairplatz in Landsberg gegen Masken- und Abstandsvorschriften demonstriert.
Bild: Thorsten Jordan

Im Laufe der Woche würde zudem die Anzahl der Arbeitsplätze auf 40 verdoppelt. Momentan sind im Landkreis Landsberg 95 Personen positiv auf das Coronavirus getestet und befinden sich damit in häuslicher Quarantäne. 649 weitere Personen sind Müller zufolge ebenfalls in Quarantäne, weil sie Kontaktpersonen ersten Grades sind. Ein Krankheitsfall werde derzeit stationär im Klinikum Landsberg behandelt. Damit bleibt die Lage – im Vergleich zu anderen Regionen – im Landkreis Landsberg zumindest aus medizinischer Sicht überschaubar.

Die Demo von Maskengegnern in Landsberg wirkt nach

Prekär ist derweil die Situation im Nachbarlandkreis: Die Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH gab am Montag bekannt, dass von 430 Mitarbeitern 32 positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Für die Einrichtung in Schongau wurde bereits vergangene Woche ein Aufnahmestopp verhängt. Besuche sind zudem nicht mehr erlaubt. Anders hingegen im Klinikum Landsberg: Dort ist Besuch erlaubt. Allerdings gelten besondere Regeln (LT berichtete). Jeder Patient darf pro Tag, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr, nur einen Besuch von einer Kontaktperson für maximal eine Stunde empfangen.

Für Aufregung hatte in Landsberg am Samstag – wie berichtet – eine Demo von Maskengegnern gesorgt. Auf dem Hellmairplatz war von 12 bis 15.30 Uhr eine Demo mit bis zu 200 Teilnehmern angezeigt, wie Pressesprecher Wolfgang Müller erklärt. Als Auflagen seien Maskenpflicht und Abstandsregeln benannt worden. Der Platz sei für die Teilnehmerzahl ausreichend gewesen. Dass die örtlichen Gastronomen – sie hatten im Gespräch mit dem LT über Umsatzeinbußen aufgrund fehlender Außenbewirtung geklagt – ihre Tische und Stühle abbauen mussten, sei Sache der Stadt. Das zuständige Ordnungsamt genehmige Außenbewirtung und fordere auch – wie im Fall der Demo – Bestuhlung vorübergehend wieder abzubauen.

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