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Landsberg

11.07.2020

Corona und die Landsberger Weinliebhaber

Helene Wiesehoff enthüllt das neue Schild für die Weinhandlung.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Wallners Vinothek heißt jetzt „Wein und Sein“ und wird von Helene Wiesehoff geführt. Kritik gab es im Internet wegen der Party zur Umbenennung. Was sagt die neue Eigentümern in Sachen Coronaregeln.

Die Weinakademikerin und Biersommelière Helene Wiesehoff hat sich einen Traum erfüllt - den Traum von der eigenen Vinothek. Am Freitag feierte sie die Eröffnung von „Wein & Sein - Vinothek in Landsberg“ mit Freunden und geladenen Gästen. Auf Facebook gab es viel Kritik für die Art der Party, denn die Gäste trugen keinen Mundschutz. Inzwischen wurde dieser Post gelöscht, er hatte viele Kommentare, die auch die Weinhandlung verteidigten.

Neuer Name, neue Leitung

Die 40-jährige gebürtige Berlinerin leitet bereits seit zwei Jahren die Vinothek in der Schulgasse. Die promovierte Agrarökonomin hat damit ein rund 225 Quadratmeter großes Geschäft. Was unter dem 2016 verstorbenen Medardus Wallner als Artisan du Vin bekannt wurde, dann in den Besitz von Christian Becker überging und den Namen Medardus Wallner trug, wird also jetzt weitergeführt als „Wein & Sein“ von Helene Wiesehoff.

Seit 1. Mai gehört ihr das Haus samt Vinothek, seit mittlerweile fünf Jahren lebt sie in Landsberg, dem, wie sie selbst sagt „schönsten Ort der Welt.“ Dabei hat sie von der Welt schon viel gesehen. Beruflich war Wiesehoff als Entwicklungshelferin in Afrika, Asien und Lateinamerika unterwegs, bevor sie ihr Studium in Wein und Spirituosen absolvierte und sich zur Biersommelière ausbilden ließ.

Jetzt setzt sie ihre eigenen Akzente im „Wein & Sein“, bietet Seminare an, lädt ein zu „Wein after Work“ oder zur Gin- und Rum-Verkostung in Zusammenarbeit mit dem Nudel- und Kartoffelwerk. Genuss ist für Helene Wiesehoff, wie sie betont, nicht an einen großen Geldbeutel gebunden. Sie selbst schwärmt sehr für deutschen Riesling. „Das sind wir Weltklasse“, ist sie überzeugt. Und auch beim Rotwein sei Deutschland auf einem guten Weg.

Am Freitag war die Feier für geladene Gäste

Am Freitag wurde der neue Name der Vinothek in der Schulgasse im Rahmen einer Feier mit geladenen Gästen enthüllt. Dass es dabei zeitweise in der Vinothek extrem eng zu ging und sich auch an den wenigen Stehtischen draußen Menschentrauben bildeten, lag nach Ansicht von Wiesehoff vor allem daran, dass das Wetter nicht so mitspielte, wie gewünscht. Ein Gewitter über Landsberg ließ die Gäste ins Innere flüchten.

Donnergrollen im Internet

Donnergrollen gab es dann im Internet. Auf der Landsberger Facebook-Seite "Du kommst aus Landsberg, wenn..." entfachte eine teils heftige Diskussion darüber, ob es richtig war, auf engstem Raum zu feiern, Corona-Regeln sichtlich nicht zu beachten und sich damit anderen Gastronomen oder dem Einzelhandel gegenüber rücksichtslos verhalten zu haben. Helene Wiesehoff sagt dazu: „Für mich war das eine eher private Feier mit geladenen Gästen.“ Außerdem sei es ja erlaubt, beim Verzehr von Speisen oder Getränken die Maske abzunehmen. Einige der eingeladenen Gäste hätten nur kurz am Eingang gratuliert und seien dann wieder gegangen. Wiesehoff betont zudem, dass sich ihr Personal an die Maskenpflicht gehalten und auf Abstand geachtet habe. Sie sei von Ordnungshütern der Stadt angesprochen worden, besser darauf zu achten, dass die Schulgasse frei bleibe für vorbeifahrende Autos. Auf einen Verstoß in Sachen Corona-Regeln habe sie dabei niemand hingewiesen.

Mehr zum Thema finden Sie hier: Neuste Technik für teuren Wein

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