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LANDSBERG

10.03.2020

Coronavirus: Gibt es bald eine Drive-In-Station in Landsberg?

Am Klinikum Landsberg stehen für den Notfall Zelte an der Notaufnahme,  um Menschen separat untersuchen zu können, die sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert haben. Bald gibt es vielleicht noch eine Drive-In-Station.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Am Donnerstag trifft sich im Landratsamt eine Taskforce zum Thema Coronavirus. Dabei geht es auch um eine Prüfstelle, in der Infizierte schnell und separat untersucht werden können.

„Wir haben keinen Corona-Fall, rechnen aber stündlich damit.“ Die neuartige Lungenkrankheit Covid 19 ist auch in der Kreisausschusssitzung am Mittwoch ein Thema. Landrat Thomas Eichinger gibt eine kurzen Abriss über die Situation im Landkreis und informiert unter anderem über eine Art Drive-In-Station, in der Infizierte schnell untersucht werden können.

Die Notaufnahme am Klinikum sei schon so umgerüstet, dass potenziell Infizierte dort getrennt von anderen Notfallpatienten untersucht werden könnten. Außerdem ist laut Eichinger geplant, dass eine zentrale Prüfstelle eingerichtet wird, wo potenzielle Infizierte Speichelproben abgeben könnten. „Es ist nicht sinnvoll, dass alle zum Hausarzt gehen.“ Abgeklärt werden müsse aber, wie viele Personen beprobt werden könnten. Es gehe darum, welche Kapazitäten Labore hätten, die Proben zu untersuchen.

In Augsburg wurde eine solche Prüfstelle eingerichtet

Diese Prüfstelle wird Thema bei einem Treffen am Donnerstag sein. Wie Pressesprecher Wolfgang Müller gegenüber dem Landsberger Tagblatt erläutert, trifft sich eine Art Taskforce des Landkreises. Mit dabei seien Vertreter des Gesundheitsamts und der gesetzliche Vollzug des Gesundheitswesens, Landrat Thomas Eichinger, die Pressestelle des Landratsamts, Vertreter des Roten Kreuzes und des Klinikums..

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Laut Müller ist denkbar, dass als Prüfstelle eine Art Drive-In-Station, wie beispielsweise in Augsburg geschaffen werde. Es müsse noch abgeklärt werden, wo und auf welche Weise die Einrichtung umgesetzt wird.

Schwerkranke müssen beatmet werden

Im Kreisausschuss erläutert Thomas Eichinger, dass auch die Beatmungskapazitäten vorhanden seien für die Personen, die schwer erkrankt seien. Eichinger macht auch darauf aufmerksam, dass die Entwicklung der Epidemie abzuwarten ist. Denn ab einer bestimmten Zahl an Infizierten stellt sich nach Eichingers Ausführungen die Frage ob eine Isolation noch Sinn macht.

Hintergrund der ganzen Aktionen sei immer, die Verbreitung zu verzögern, damit immer nur ein kleiner Teil an Menschen in stationärer Behandlung sei.

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