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Sanierung

24.03.2015

Dachdecker kommen zu St. Ulrich

St. Ulrich in Eresing zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten im Landkreis. Jetzt stehen Sanierungsarbeiten an.
Bild: Thorsten Jordan

Für den ersten Bauabschnitt erwartet werden Kosten von 950000 Euro. Die Gemeinde gibt 30000 Euro Zuschuss. Wann es losgeht, ist noch offen

Die Kirche St. Ulrich in Eresing, eine der bedeutendsten Sakralbauten im Landkreis, soll saniert werden und die Gemeinde beteiligt sich finanziell daran. St. Ulrich wurde 1756/57 nach Plänen des Baumeisters der Wieskirche, Dominikus Zimmermann, umgebaut. Die Kirche besticht durch eine kostbare Ausstattung. Zimmermann habe hier in Zusammenarbeit mit dem Landsberger Stuckator Nicolaus Schütz und dem Freskanten Martin Kuen aus Weißenhorn einen regelrechten „geistlichen Festsaal“ geschaffen, heißt es bei Wikipedia über den Kirchenbau. Mit Pfarrhof und Mariensäule bildet das Gotteshaus ein Ensemble. Die ummauerte Kirche liegt erhöht, im Westen findet sich eine Unterkirche, die besonders im 17. Jahrhundert ein viel besuchter Andachtsort war.

Jetzt stehen wieder größere Renovierungsarbeiten an, was auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Eresing Thema war. Es wurde ein Zuschuss von 30000 Euro bewilligt. Wie Kirchenpfleger Peter Loy dem Landsberger Tagblatt berichtete, stehen unter anderem Dachdeckungsarbeiten am Kirchenschiff sowie Reparaturen im Dachstuhlgebälk an, der Fassadenanstrich werde erneuert und der Sockelbereich ausgebessert. Auch im Bereich der Turmhaube müsse saniert werden. Um Feuchtigkeitsschäden zu beheben, seien auch in der Unterkirche Sanierungsarbeiten geplant.

Die Kirche wird für die mehrmonatigen Arbeiten innen und außen eingerüstet werden, wie Loy erläuterte, Gottesdienste würden jedoch weiterhin dort gefeiert werden können. Einschränkungen könnte es bei den Hochfesten geben, meint Loy, das Patrozinium mit seinen vielen Besuchern könne heuer nicht in der Kirche begangen werden. „Eine Möglichkeit wäre, das Ulrichsfest bei der Ulrichskapelle zu feiern“, so Loy, dies hänge aber auch von der Witterung ab. Den genauen Beginn der Arbeiten kann der Kirchenpfleger nicht angeben, da noch Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalpflege ausstehen.

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Die Sanierung des Kircheninnerren soll laut Peter Loy in einem weiteren Bauabschnitt angegangen werden. Für den ersten Bauabschnitt seien 950000 Euro Kosten angesetzt, die von Bezirk, Diözese und Kirchengemeinde sowie aus Zuschüssen finanziert werden. Die Pfarreiengemeinschaft Geltendorf beantragte auch bei der Gemeinde einen Zuschuss.

Wie Bürgermeister Josef Loy in der jüngsten Sitzung sagte, sind 30000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die Pfarrkirche, so Loy, sei nicht nur Gotteshaus, sondern auch ein wertvolles Kunstwerk, das unter der Leitung von Dominikus Zimmermann seine reichhaltige Rokokoausstattung erhalten habe. Er finde 30000 Euro für angemessen, erklärte Zweiter Bürgermeister Helmut Gebele (Dorfgemeinschaft Eresing), die von der Kirche beantragten 50000 Euro seien in der Bevölkerung schwer vermittelbar. Egmont Wolff (Umweltfreundliche Bürger) sprach sich für „höchstens 20000 Euro“ aus, zumal die erbetene Zuwendung nur den ersten Bauabschnitt betreffe und weitere Anträge kommen könnten.

Mit 8:4 Stimmen wurde beschlossen, einen Zuschuss von 30000 Euro zu geben.

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