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Egling

21.04.2018

Damit das Trinkwasser nicht ausgeht

Die Gemeinde Egling will die Trinkwasserversorgung modernisieren. Im Bild der Hochbehälter zwischen Winkl und Hattenhofen/Egling.
Bild: Thorsten Jordan

Bislang wird Egling über einen Brunnen und einen Hochbehälter versorgt. Doch die Anlage muss moderner und größer werden.

Die Modernisierung und Sicherstellung der Trinkwasserversorgung ist ein Thema, das sich Bürgermeister Ferdinand Holzer schon zu Beginn seiner Amtszeit auf die Fahnen geschrieben hat. In der jüngsten Sitzung des Eglinger Gemeinderats haben nun die Ingenieure Tom Schendel und Andreas Kottmair über den aktuellen technischen Stand der Wasserversorgungsanlage informiert und verschiedene Handlungsoptionen aufgezeigt.

Die seit über 50 Jahre betriebene Trinkwasserversorgungsanlage soll saniert, ertüchtigt und - soweit notwendig -erweitert werden. Derzeit wird das Leitungsnetz für die Haushalte und Betriebe über den Brunnen im Obergelinger Holz und den Hochbehälter westlich der Gemeinde gespeist. Die Trinkwasserversorgungsanlage sei einfach gestaltet und das Leitungsnetz würde heute so nicht mehr modelliert werden, so die zusammenfassende Wertung der Ingenieure zum aktuellen Zustand.

Kann im Heinrichshofener Holz ein neuer Brunnen gebohrt werden?

In der Aussprache einigten sich die Gemeinderäte darauf, zunächst Angebote zur geologischen Erkundung einzuholen. So soll geklärt werden, inwieweit im Heinrichshofer Holz ein neuer Trinkwasserbrunnen erschlossen werden kann. Zusätzlich wird für den bestehenden Hochbehälter ein Betongutachten beauftragt. Danach soll entschieden werden, welche Schritte einzuleiten sind, um dieses Wasserreservoir langfristig zu ertüchtigen und gegebenenfalls zu erweitern.

Damit das Trinkwasser nicht ausgeht

Daneben sollen Maßnahmen getroffen werden, um das Ausfallrisiko des Brunnens im Obereglinger Holz zu minimieren. Dazu wurde bereits in einem ersten Schritt eine Zwillingspumpenanlage installiert, um den Zuverlässigkeitsgrad der Trinkwasserförderung zu erhöhen. Nun gelte es, den Brunnen möglichst gut zu schützen, damit ein Ausfall aufgrund äußerer Einflüsse möglichst vermieden werden könne.

Die eine Variante fällt aus Kostengründen flach

Grundsätzlich hat das Ingenieurbüro der Gemeinde zwei Varianten zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung vorgestellt. Wobei die Alternative zwei, mit einem weiteren Brunnen in der Nähe des Brunnens im Obereglinger Holz, einer Erweiterung des Hochbehälters sowie der auch notwendigen Vergrößerung der Transportleitung vom Hochbehälter zum Trinkwassernetz schon aus Kostengründen auf keine große Resonanz bei den Gemeinderäten stieß. Grob kalkuliert wird dabei mit einem Investitionsbedarf von über zwei Millionen Euro.

Deutlich weniger Kosten, rund 1,2 Millionen Euro, verursache wohl die erste Variante. Vorgesehen ist dabei ein neuer Brunnen im Heinrichshofer Holz mit einer neuen, rund 2,5 Kilometer langen Versorgungsleitung zum Trinkwassernetz in Heinrichshofen. Damit biete die Trinkwasserversorgung über zwei unabhängige Brunnen und jeweils eine Transportleitung ins Netz eine größere Versorgungssicherheit. Die Sanierung des Hochbehälters und notwendige Schutzmaßnahmen für den Brunnen im Obereglinger Holz fallen in beiden Lösungen an.

Jetzt werden Angebote eingeholt

„Der Fokus liegt auf der Trinkwassergewinnung“, sagte Bürgermeister Ferdinand Holzer zusammenfassend und nannte die Sanierung des anfälligen innerörtlichen Wasserleitungsnetzes ein gesondertes Problem, das unabhängig von den Brunnen angegangen werden müsse.

Erst, wenn Angebote für die geologische Erkundung im Heinrichshofer Holz und das Betongutachten für den Hochbehälter vorliegen, wird der Gemeinderat über das weitere Vorgehen entscheiden.

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