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Igling

25.06.2017

Damit es Radler leichter haben

Wenn ein Stück Radweg fehlt: Das ist so zwischen Erpfting und Igling ab der Autobahnbrücke Richtung Süden.
Bild: Thorsten Jordan

Zwischen Holzhausen und Landsberg ist die Querung der Kreisstraße gefährlich. Mit seinem Antrag will Gemeinderat Christian Fichtl die Situation verbessern.

Wer von Holzhausen aus nach Landsberg oder Erpfting radeln will, der muss ein Stück auf der Kreisstraße LL2 fahren. Für den in Holzhausen wohnenden Iglinger Gemeinderat Christian Fichtl ein gefährliches Unterfangen. Er regt daher an, den Radweg um etwa 330 Meter zu verlängern. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde darüber diskutiert.

Der Radweg verläuft südlich entlang der A96 und endet in Höhe einer stillgelegten Autobahnauffahrt. Danach müssen Radfahrer ein Stück auf der Kreisstraße fahren, diese direkt vor der Kuppe zur Autobahnbrücke queren und können dann ihren Weg auf der ausgewiesenen Radroute fortsetzen. Das sei sehr gefährlich, meint Christian Fichtl. Weil entgegen kommende Fahrzeuge erst sehr spät gesehen werden und diese meist sehr schnell unterwegs sind. Er stellte deshalb bei der Gemeinde einen schriftlichen Antrag auf Erweiterung des Fahrradweges und erläuterte seine Vorstellungen anhand zweier Pläne.

So soll der Radweg westlich der Kreisstraße etwa 330 Meter an dieser entlang Richtung Erpfting verlängert werden. Für rund 250 Meter davon befindet sich der benötigte Grund laut Fichtl im Eigentum der Gemeinde. Die übrigen 80 Meter seien städtisches Eigentum. In seinem Antrag bat Fichtl deshalb auch darum, mit der Stadt Verhandlungen zu führen bezüglich einer Verlängerung des Radwegs.

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Man braucht Grund von der Stadt

Bürgermeister Günter Först stellte den Antrag in der Sitzung zur Diskussion. Der Antrag ziele auf eine Verkehrsverbesserung für Radler, so Först, allerdings müsse erst mit Stadt und Kreis darüber gesprochen werden. „Die Stadt muss bereit sein, Grund zur Verfügung zu stellen und der Kreis ist als Eigentümer der Kreisstraße beteiligt.“

Laut seiner Flurkarte sei dort eine vier Meter breite Zufahrt ausgewiesen, gab Thomas Höfler zu bedenken. Der Weg müsse also mindestens in dieser Breite und für landwirtschaftliche Fahrzeuge geeignet, ausgeführt werden. Weiter plädierte Höfler, falls der Weg gebaut werden kann, für eine Ausführung mit wassergebundener Oberfläche.

Fichtl hatte in seinem Antrag beide Möglichkeiten der Ausführung, asphaltiert oder wassergebunden, genannt. Auf Vorschlag von Bürgermeister Först beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, die Grenzen in dem Bereich festzustellen, Möglichkeiten einer Radwegverlängerung zu prüfen und Gespräche mit den weiteren Beteiligten zu führen.

Rainer Mahl ist im Landratsamt für das Radwegenetz zuständig. Er kennt die Stelleund bezeichnet die Autobahnbrücke und den nördlich davor gelegenen Kreisverkehr als „Nadelöhr“ für Radfahrer. Gerade die Verbindung zwischen Igling und Erpfting, die Teil des Via-Claudia-Radwegs ist, sei eine viel befahrene. Es sei aber schwierig, an dieser Stelle eine bauliche Lösung zu finden, die sie entschärft. Den Vorschlag aus Igling bewertet er positiv, helfe er doch einen Teil der Strecke zu entschärfen. Der ADFC-Kreisverband hat dagegen andere kritische Stellen im Landkreis im Blick. Bei den 19 Verbesserungsverschlägen für Radwege, die sie dem Landratsamt meldeten, war die Autobahnbrücke nicht dabei.

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