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09.12.2010

Das 70er-Jahre-Grün hat ausgedient

Die Theke ist weg, stattdessen wurde an der Stelle eine Wand hochgezogen. Rechts entsteht das neue Büro von Waltraud Gröger.
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Die Theke ist weg, stattdessen wurde an der Stelle eine Wand hochgezogen. Rechts entsteht das neue Büro von Waltraud Gröger.

Die lange grüne Theke, ein Relikt aus den 1970er Jahren, ist weg. Stattdessen steht da jetzt eine Wand aus Gipskarton. Der Eingangsbereich des Denklinger Rathauses hat sich stark verändert.

Nach den vertrauten Gesichtern der Verwaltungsangestellten Waltraud Gröger und Gertraud Schelkle, die vorher an der offenen Theke jeden gleich freundlich begrüßten, müssen die Bürger jetzt ein bisschen länger suchen. Denn die beiden haben ab sofort eigene Büros mit geschlossenen Türen. "Es ist schon noch alles ungewohnt, vorher war ja alles ganz offen, jetzt fragen die Leute, wer wo zu finden ist", sagt Waltraud Gröger. Aber der Umbau, der Anfang der Woche richtig startete, war aus datenschutzrechtlichen Gründen dringend notwendig.

Der Bau eines neuen Rathauses, der laut Denklingens Bürgermeisterin Viktoria Horber eigentlich aus Platzgründen und vor allem auch wegen der nicht behindertengerechten Eingangstreppe nötig wäre, ist finanziell derzeit schlichtweg nicht möglich. Also beschloss der Gemeinderat die notwendige Minimallösung (LT berichtete). Die sieht einen Umbau für modernere Anforderungen vor. Statt des großen offenen Eingangsbereichs, wie es früher einmal üblich war, entstehen jetzt einzelne Büros und ein neuer Geräteraum für Kopierer, Drucker, Fax und Co.

Neue Tische und Schränke

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Zwei Wände wurden bis gestern hochgezogen, es riecht nach Gips, Farbe und Arbeit im Rathaus. "Auslöser für den Umbau war eigentlich der neue Personalausweis. Die Beantragung dafür dauert länger, man braucht auch mehr Geräte, die Bürger wollen sich dazu hinsetzen", erklärt Gertraud Schelkle, die schon ihr schönes, helles Büro mit zwei Fenstern und Balkon im ehemaligen Maschinenraum bezogen hat. Auch bei Standesamtsangelegenheiten sei es sehr wichtig, den Bürgern Privatsphäre zu geben, die in den einzelnen Büros nun immer gewährleistet sei. Die Verwaltungsangestellten freuen sich über die neuen, modernen Schreibtische, Schränke und Stühle in Hellgrau - das 70er-Jahre-Mobiliar hat endgültig ausgedient. Bald kommen auch schöne Vorhänge dazu. Nur im Büro der Bürgermeisterin ändert sich vorerst nichts - sie hatte, ebenso wie Geschäftsstellenleiter Hans Hartmann, schon zuvor ein eigenes Büro mit Tür.

Den Gang entlang und vorne links

Vor dieser Tür, im Vorzimmer der Chefin, bezieht demnächst Waltraud Gröger ihr neues Büro ("Eingangstür rein, den Gang entlang und dann vorne links"). Insgesamt arbeiten fünf Verwaltungsangestellte plus Geschäftsstellenleiter plus Bürgermeisterin im Rathaus. Gertraud Schelkle ist übrigens gleich nach der Eingangstür links zu finden. Trotz der Baustelle, trotz herumstehender Leitern, Werkzeug und eifrigen Handwerkern müssen die Verwaltungsarbeiten dieser Tage möglichst reibungslos weitergehen. "Das geht schon alles gut, aber es ist halt etwas umständlich", sagen Schelkle und Gröger lachend. Sie sind froh, wenn es bald normal weitergeht - nur eben moderner und daher weniger offen als vorher.

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