1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Das „AST“ kommt gut an

Anrufsammeltaxi

27.08.2013

Das „AST“ kommt gut an

Freuen sich über den Erfolg: Manuela und Stefan Thoma.
Bild: Thorsten Jordan

Positive erste Bilanz zur Ortsbusalternative in Kaufering

Anrufsammeltaxi statt Ortsbus heißt es seit April dieses Jahres tagsüber in Kaufering – und wird laut Bürgermeister Erich Püttner richtig gut angenommen. Auch der Inhaber des Taxiunternehmens, Stefan Thoma, ist begeistert von der Resonanz: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut ankommt und bin sehr positiv überrascht.“

Zwar liegen momentan noch keine Abrechnungen und konkreten Zahlen vor, „aber es ist jetzt schon klar, dass das Anrufsammeltaxi gut läuft“, sagt der Kauferinger Rathauschef zufrieden. Wie berichtet, wurde Mitte April der Fahrplan des Ortsbusses ausgedünnt und wieder in drei Fahrbahnblöcke unterteilt. Seither verkehrt die Buslinie 92 nur zu den Kernzeiten im morgendlichen und abendlichen Berufs- und Schulverkehr sowie mittags, wenn die Schüler aus haben. Die weiteren Fahrten hatten sich nicht rentiert, der Ortsbus war teilweise sogar leer herumgefahren oder hatte tagsüber – außerhalb der Kernzeiten – oft nur sehr wenige Passagiere. Fazit: Das Thema Ortsbus war „durchgefallen“.

Im Gegensatz zum Anrufsammeltaxi, wie es nun scheint. Erich Püttner: „Es steht nicht herum, sondern wird gut angenommen, auch von älteren Menschen.“ Auch Vereine wie beispielsweise die Schützen nutzten das Anrufsammeltaxi – kurz AST – regelmäßig, wenn sie sich treffen, weiß der Bürgermeister. Das kann Taxiunternehmer Stefan Thoma erfreut bestätigen: „Allein im letzten Monat hatten wir rund 200 Fahrten mit dem AST.“ Seines Erachtens bestehe der größere Teil der Fahrgäste zwar aus jüngeren und nur etwa 40 Prozent aus älteren Bürgern. „Aber bei den älteren muss es sich halt noch ein bisschen mehr herumsprechen – trotzdem sind wir jetzt schon sehr zufrieden mit dem Zuspruch“, so Thoma. Extra für Senioren, die sich manchmal ein wenig schwer täten mit dem höheren Einstieg in den Taxi-VW-Bus habe das Unternehmen jetzt sogar ein kleineres Auto, einen Caddy, besorgt, um die Fahrten noch angenehmer zu gestalten.

Überhaupt glaubt Thoma, dass dies das Erfolgsrezept des AST ist: „Es ist einfach bequemer als der große Bus. Und man hat eine persönliche Ansprache, sitzt in einem kleineren Gefährt. Senioren mit einem Rollator bekommen von uns Hilfe. Und außerdem spart man sich auch Zeit, weil wir ja nicht die ganze Ortsbuslinie abfahren, sondern nur die Fahrten, die vorher telefonisch bestellt wurden.“ So komme man zum Beispiel viel schneller und auf direktem Weg vom Bahnhof nach Kaufering Dorf, sofern keine anderen Fahrgäste mit im AST sitzen. „Aber es sind normalerweise pro Fahrt sowieso maximal ein oder zwei Personen“, so Thoma. Alles in allem sind Püttner und Thoma glücklich mit der neuen Beförderungslösung. Thoma: „Wir freuen uns sehr, dass es so gut läuft. Und die Gemeinde spart sich Geld – sie zahlt auch nicht drauf, wenn das Taxi mal ohne Auftrag steht.“ Nur abends und am Wochenende könnte nach Thomas Wunsch ruhig noch einiges mehr los sein. Ihm schwebt sogar die Idee des AST für Discobesucher vor. „Da könnte man stündlich nachts fahren.“ Aber das sei eben nur eine Idee. „Jetzt soll das erste Jahr erst einmal erfolgreich vorübergehen – und dann schauen wir weiter“, so Thoma. Das Anrufsammeltaxi ist subventioniert. Der Fahrgast zahlt den üblichen Tarif des Ortsbusses und die Gemeinde übernimmt die Differenz zwischen diesem Preis und dem normalen Taxi-Fahrpreis.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren