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Pürgen

24.03.2017

Das Abwasser wird teurer

Die Mehrzweckhalle muss saniert werden. Auch das war ein Thema in der Pürgener Bürgerversammlung.
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Die Mehrzweckhalle muss saniert werden. Auch das war ein Thema in der Pürgener Bürgerversammlung.
Bild: Thorsten Jordan

Der Preis für Trinkwasser bleibt in Pürgen aber konstant. Rudolf Ingrisch erhält bei der Bürgerversammlung das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Die Sanierung der Mehrzweckhalle in Lengenfeld, die Umgehungsstraße und die Erweiterung des gemeindlichen Kindergartens waren Schwerpunktthemen in der Bürgerversammlung in Pürgen.

Und die Straßenausbau-Beitragssatzung die künftig in allen Gemeinden beschlossen und angewandt werden muss, beschäftigt derzeit nicht nur den Gemeinderat, sondern auch die Bürger der Gemeinde. Bürgermeister Klaus Flüß betonte, dass es für die Anwohner in Pürgen vorerst keine Auswirkungen geben werde. „Unsere Straßen sind alle intakt, da ist in den nächsten 20 Jahren nichts zu tun.

 Wir haben unseren Straßenbau komplett abgeschlossen.“ Welche Variante der neuen Satzung mit einmaligen oder wiederkehrenden Beiträgen in Pürgen erlassen werden soll, darüber berate der Gemeinderat derzeit. Beschlossen werden soll die Satzung im September. „Die Tendenz geht zum Einmal-Beitrag“, so Flüß.

Das Abwasser wird teurer

Der Kindergarten in Lengenfeld wird zu klein. Wie Flüß informierte, soll ein Erweiterungsbau für zwei Gruppen gebaut werden. Damit könnten die beiden Gruppen, die derzeit in der Schule untergebracht sind, umgesiedelt werden können. Heuer sollen entsprechende Planungen erfolgen und im Jahr 2018 mit dem Bau begonnen werden. Das Grundstück für den Erweiterungsbau sei bereits von der Gemeinde gekauft worden, sagte Flüß und bedankte sich für die Bereitschaft der Landwirte in der Gemeinde, bei Bedarf entsprechende Grundstücke zur Verfügung zu stellen.

Auch freue es ihn, dass die Gemeinde Pürgen keine Probleme mit Nachwuchs habe, im Gegenteil: „Wir sind eine geburtenfreudige Gemeinde.“ Die Umgehungsstraße von Lengenfeld, in der Gemeinde ein Dauerbrenner, dürfte in absehbarer Zeit realisiert werden. Genauere Informationen, wie die Straße aussehen soll, werde Flüß in einer gesonderten Informations-Veranstaltung vorstellen. In der Bürgerversammlung sprach er von einer Unterführung, die in der Ammersee-Straße beginnen soll.

Wie berichtet, wird in diesem Frühjahr eine Untersuchung des Fledermaus-Vorkommens entlang der Trasse durchgeführt. Diese Untersuchung habe allerdings, wie Flüß berichtete, einen Einfluss auf den Zeitplan. Seine Prognose, 2018 mit dem Bau beginnen zu können, müsse wohl auf 2019 korrigiert werden. „Allerdings ist es natürlich, dass ein Bestand an Fledermäusen zu schützen ist“, so Flüß.

Ein weiteres wichtiges Thema, dass der Bürgermeister ansprach, war der Wasserpreis. Er informierte, dass der Wasserpreis, gültig bis 30. April, in Höhe von 1,10 Euro pro Kubikmeter sehr wahrscheinlich beibehalten werden kann – vorbehaltlich der neuen Kalkulation. Erhöhen werde sich aber wohl der Preis für einen Kubikmeter Abwasser von bisher 84 Cent auf etwa 1,10 Euro (der Durchschnittspreis im Landkreis Landsberg liegt laut Flüß bei 1,61 Euro). Geändert wird die Satzung zum 1. Mai 2017 und ist dann wieder gültig für die kommenden vier Jahre.

Zwei Ehrungen nahm Flüß vor. Er gratulierte Simone Hafenmair vom Schützenverein „Edelweiß Stoffen“ zu ihrem Titel „Gaudamenkönigin Luftgewehr“, den sie beim Gaukönigschießen mit einem „sagenhaften 2,2-Teiler“ errang.

Weil Landrat Thomas Eichinger krankheitsbedingt nicht kommen konnte, überreichte den Mitarbeiter des Bauamtes im Landratsamt und Pürgener Gemeinderat Markus Bumberger gemeinsam mit Flüß das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten an Rudolf Ingrisch in Würdigung langjähriger hervorragender Dienste. Ingrisch war Gemeinderat in Pürgen von 1996 bis 2014 und Zweiter Bürgermeister von 2002 bis 2014, Vorstand des Automobilclubs, kümmerte sich um die Verkehrserziehung für Kinder und Jugendliche und übte das Amt des Schriftführers des Bürgervereins Ummendorf 32 Jahre lang aus, hieß es in der Laudatio.

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